Diegels Abschiedswitz: A 46 Trasse 12 „festgelegt“

15.7.10 Die Koalition in NRW ist geschmiedet, und das Stühlerücken treibt die ersten skurrilen Blüten. Da verabschiedet sich ein fast Ex-RP Diegel mit der Festlegung einer Trasse 12 zum Weiterbau der A46. Diese Trasse wurde schon vor langem als undurchführbar charakterisiert aus Menschen- und Naturschutzgründen. Aber Diegel erkannte auf einmal eine „einmütige Sicht der Dinge“. „Wer Visionen hat, sollte zum Arzt gehen“, hat Helmuth Schmidt mal treffend gesagt. Für Arnsberg ist die Trasse 12 nicht die schlimmste mögliche Variante. Sie verläuft am nördlichen Rand des Stadtgebietes, nördlich auch des Echthauser Flugplatzes, und soll oberhalb von Haus Füchten an die A 445 angeschlossen werden. Aber wie es das Floriansprinzip nun mal ist, möchte Ense und Wickede das Ding nicht so nah bei sich haben, und haben eine weitere Trasse 15 vorgeschlagen, die das Ruhrtal unterhalb von Füchten durchschneidet, und das mit einer gigantischen Brücke. Das Naherholungsgebiet des Ruhrtals wäre zerstört. Diese Brücke wäre mit ca. 1,4 km Länge nicht nur erheblich teurer als die Brücke bei Trasse 12 (900 m), sondern würde auch Natur und Siedlungsgebiete geringer belasten. Im Bild links eine Montage der GigA, Bürgerinitiative gegen den Autobahnbau, die die Trasse 15 visualisiert.

Die Wimberner BürgerInnen trifft es in jedem Fall besonders schlimm; welche Trasse auch immer, ihr Dorf soll zweigeteilt werden.
Wir können heute schon nicht mehr die bestehenden Autobahnen unterhalten, aber hier wird ein Brücken- und Tunnelstrotzender Lückenschluss geplant, der zu den teuersten Projekten des ganzen Bundesverkehrswegeplans gehört. Die Befürworter argumentieren gern damit, dass die Kosten doch vom Bund zu tragen seien. Aber auch das sind Bürgers Penunzen.

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