„Barrierefreiheit beginnt im Kopf …“

"Barrierefreiheit beginnt im Kopf"… ist nicht nur Titel der Veranstaltung, sondern auch ein Kernthema unseres Wahlprogrammes und Spezialgebiet unserer Kandidatin Sigrid Alberti.

Dass dafür ersteinmal ein konsequentes Umdenken in der Gesellschaft nötig ist, wollen wir mit dieser Veranstaltung zeigen. Raúl Krauthausen eröffnet mit viel Humor und Intelligenz den Perspektivwechsel und macht klar „Auch Nichtbehinderte haben ein Recht darauf, mit Behinderten zusammenzuleben!“ Wir freuen uns im Anschluss an die Lesung mit Sigrid Beer (MdL) und allen Interessierten über den notwendigen Gesellschaftlichen Wandel zu diskutieren – in der Schule, der Arbeitswelt, im Alltag.

Deshalb laden wir herzlich Akteuere aus allen Bereichen der Gesellschaft zu diesem stimmungsvollen und spannendem Abend ein!

Mi. 2. April 2014 – 18.30 Uhr – Festhalle Arnsberg

Raul KrauthausenRaúl Krauthausen

Raúl Krauthausen kommt in Peru mit Osteogenesis Imperfecta, der sogenannten Glasknochenkrankheit, zur Welt. Er besucht in Deutschland die Schule, macht 2001 Abitur und arbeitet danach als Online-Konzepter bei der apparat Multimedia GmbH, der argonauten_G2 GmbH sowie der NEUE DIGITALE GmbH. 2002 beginnt er ein Studium der Gesellschafts- und Wirtschaftskommunikation an der UdK-Berlin.
2004 gründet er mit seinem Cousin Jan Mörsch die Aktionsgruppe Sozialhelden e.V.. 2005 erhalten die Sozialhelden den 1. Preis beim NEON/smart- Ideenwettbewerb, 2009 den Deutschen Engagementpreis sowie 2010 den Deutschen Bürgerpreis und den Inca Award. Im Jahr 2007 initiiert er das Projekt „Pfandtastisch helfen!“ und erhält dafür den StartSocial Preis der Bundesregierung. Die von ihm ins Leben gerufene Internetseite „Leidmedien.de“ versteht sich als Online-Ratgeber über Sprache und Behinderung und wird von den Medien interessiert angenommen. 
Im April 2013 erhält Raúl Krauthausen für sein soziales Engagement das Bundesverdienstkreuz.

Wer Raúl Krauthausen einmal auf der Bühne erlebt hat, nimmt jede Menge Inspiration, humorvolle Denkanstöße und Motivation mit in den Alltag.

Sigrid Beer

Sigrid Beer

Seit 2005 ist sie im Landtag NRW für die Grünen vertreten, in dieser Periode als Parlamentarische Geschäftsführerin und schulpolitische Sprecherin. In der Fraktion hat sie sich auf Bildungs- und Schulpolitik spezialisiert. Sie hat Erziehungswissenschaften studiert, dazu noch Psychologie, Soziologie und Theologie. Die Diplom-Pädagogin war selbstständig in der Schulberatung und Schulentwicklung tätig. Diese Expertise nutzt Sigrid Beer in der Fraktion als Sprecherin im Ausschuss für Schule und Weiterbildung.

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  1. Susanne Schmidt

    Sehr gerne möchte ich als Gast an der Veranstaltung über Inklusion am 2. April in Arnsberg teilnehmen! Ich bin allerdings hörbehindert und dann ist es bei solchen Veranstaltungen schwer, das gesprochene Wort zu verstehen.

    Ich werde versuchen, in Erfahrung zu bringen, ob es im Rahmen der Barrierefreiheit eine induktive Anlage für Hörgeräteträger gibt. Eine normale Lautsprecheranlage hilft wenig, da Schwerhörigkeit vor allem ein undeutliches Verstehen bedeutet. Eine induktive Anlage funkt direkt ins Hörgerät, und ich verstehe die Sprechenden störgeräuschefrei, als ob ich direkt neben ihnen stehe. Solche Anlagen kann man mieten und auch an normale Mikrofon/Lautsprecheranlagen koppeln, wenn diese einen freien Audioausgang haben.

    Vielleicht gelingt es, diese kommunikative Unterstützung zu realisieren. Damit schwerhörige Menschen nicht nur teilnehmen, sondern auch teilhaben können, was der ureigenste Gedanke von Inklusion ist

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  2. Verena (Grüne Arnsberg)

    Liebe Frau Schmidt,

    es wäre toll, wenn Sie Mittwoch dabei wären. Den Teilhabegedanken sehen wir natürlich genauso wie Sie. Es ist wahnsinnig, wieviele Barrieren es gibt, ob in Gebäuden, Köpfen oder Technik. Wir haben uns deshalb vorgenommen, einen Schwerpunkt im aktuellen Wahlprogramm auf diese Themen zu setzen.

    Die Anlage vor Ort ist nicht induktiv erweitert. Ich habe aber bei Hörgeräteakustikern angefragt. Es gibt ja auch kleinere, nicht so komfortable Lösungen, bei denen der Redner einen Sender trägt. Wäre das ggf eine für Sie praktikable Alternative? Wir würden diesen in der Diskussion selbstverständlich herumreichen.

    Herzliche Grüße und hoffentlich bis spätestens Mittwoch

    Verena Verspohl

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  3. Susanne Schmidt

    Hallo Frau Verspohl
    Vielen Dank, dass Sie sich so prompt um unsere Belange kümmern!

    Wenn die Empfänger über die induktive „Schnittstelle“ ins Hörgerät funken, geht das und ich nehme das Angebot gerne in Anspruch.

    Ich mache aber darauf aufmerksam, dass es mühselig ist, so einen eher filigranen Sender bei einer Diskussion herumzureichen. Von der Handhabung wäre es eventuell besser, Sie leihen die FM-Anlage der Schwerhörigenbund Selbsthilfegruppe Arnsberg-HSK aus. Die hat ein echtes anzufassendes Mikrofon. Es gibt auch eine Kopplung zu bestehenden Mikrofonanlagen, allerdings müssen die einen freien Audioausgang haben und das Kopplungsmodul muss im gleichen Raum wie die Zuhörer sein. Dann müsste gar kein Extra-Mikro herumgereicht werden. Bei Bedarf bitte melden un die Konditionen erfragen bei email hidden; JavaScript is required

    Mit freundlichen Grüßen
    Susanne Schmidt

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  4. Karla Festersen

    Ist das wohl eine von den Veranstaltungen, bei denen man zwei Stunden den Menschen auf dem Podium lauscht und dann noch 10 Minuten hat, Fragen zu stellen, die jeweils 5 Minuten lang beantwortet werden?
    Ich überlege, ob es lohnt, diskutieren zu kommen oder nicht.

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  5. Verena (Grüne Arnsberg)

    Liebe Frau Festersen,

    wir wollen aktiv mit allen Beteiligten ins Gespräch kommen.
    Eine Lesung ist erstmal eine Lesung, 20Minuten haben wir dafür eingeräumt. Dann möchten wir allen die Chance auf Diskussion eröffnen. Unsere Gäste Krauthausen und Beer werden keine Vorträge halten, sondern mitreden und ggf Fragen beantworten.
    Ich glaube, es lohnt sich, geben Sie uns ne Chance 😉

    Beste Grüße und hoffentlich bis Mittwoch

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  6. Hubertus Mantoan

    Vielen Dank für die Veranstaltung. Euer Hauptgast war beeindruckend. Meinen allergrößten Respekt vor diesem Mann, der mich schon alleine durch seine Erscheinung aber noch viel mehr durch seine Botschaften zum Nachdenken gebracht hat.

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