Denk nach mit Krauthausen

Raul Krauthausen in Arnsberg 2.4.14Volles Haus in der Festhalle an der Promenade: die Veranstaltung mit Raul Krauthausen und Sigrid Beer lockte über 60 Menschen nach Arnsberg. Die einleitende Lesung von Raul aus seinem Buch „Dachdecker wollte ich eh nicht werden“ gab Einblicke in eine Kindheit, in der die Behinderung erst einmal akzeptiert werden muss. Raul Krauthausen zeigte die Perspektive eines Kindes, das einfach nur wie die anderen sein will, und die ersten Frusterlebnisse, wenn dieser Wunsch sich als immer unerfüllbarer erweist. Seine eigentlich bedrückenden Erfahrungen mit feinsinnigem Humor würzen zu können zeichnet das ganze lesenswerte Buch aus.

In der anschließenden Diskussion zeigten viele der BesucherInnen beruflichen Hintergrund, und gaben Einblicke in einen Arbeitsalltag mit dem großen Ziel der Inklusion, und den kleinen Schritten die bei wenig veränderten personellen und materiellen Voraussetzungen gegangen werden können. Das Geschachere um die Finanzierung der Inklusion zerrt an den Nerven aller Beteiligter, denn die Umsetzung eines UN-Beschlusses, den Deutschland als Staat mitunterzeichnet hat, wird natürlich als gesamtgesellschaftliche Aufgabe verstanden, vom Bund aber gern auf die „unteren Ebenen“ verschoben. Für Arnsberg wollen wir Grünen mit einem Aktionsplan Inklusion eine vernünftige Basis schaffen, wie fernab dieses Gezerres eine Umsetzung von Barrierefreiheit im Alltag gelingen kann. Denn es sind oft Kleinigkeiten, die das Alltagsleben erschweren wenn man in irgendeiner Form eingeschränkt ist.

 

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  1. Hubertus Mantoan

    Vielen Dank für die Veranstaltung. Euer Hauptgast war beeindruckend. Meinen allergrößten Respekt vor diesem Mann, der mich schon alleine durch seine Erscheinung aber noch viel mehr durch seine Botschaften zum Nachdenken gebracht hat.

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