Einfach mal eine Stunde das Licht ausmachen und die Welt retten

So geht die Green Economy nicht!

earth hourGenau das suggeriert aber das Projekt „Earth-Hour“, dem sich jetzt auch die Arnsberger SPD widmen will.  Das passt in den Trend aller Parteien, bloß auf Teufel komm raus auch irgendetwas Grünes zu tun.

Dass das aber nicht reicht zeigt eben genau dieses sicher gut gemeinte Projekt. Es setzt aber die falschen Akzente! Sicher ist, dass zukünftig auch effizienter gewirtschaftet werden muss. Dabei geht es aber keinesfalls darum, eine Stunde auf den sonst grundlegenden Strom zu verzichten. So geht Energiewende nicht und Klimaschutz und Nachhaltigkeit schon gar nicht! Hierfür bedarf es grundlegender Strukturänderungen, wie zum Beispiel den Abstand nicht nur vom Atomstrom, sondern auch von der emissionsreichen Kohle! Den Menschen zu suggerieren, dass sie zukünftig im Dunkeln sitzen müssen, ist dafür leider der falsche Weg. Es geht um das Aufzeigen und  Verwirklichen von richtigen Lösungen. Und dafür bedarf es grüner Experten, nicht kleiner wohlwolliger Grüngedanken!

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  1. Thomas Wälter

    earth hour – was bringt es?

    sicher Öffentlichkeit und Diskussion zum Thema Energie sparen, und somit auch gut und richtig und wichtig.

    Und sonst?
    Die von Medienkonzernen wie der Bild, Google und ProSieben aber auch von BUND, Greenpeace und WWF unterstützte Aktion ist auch in der Umweltschutzbewegung aufgrund ihrer reinen Symbolwirkung umstritten.
    Eine Initiative von taz, attac, NABU, Robin Wood, Grüne Liga und anderen rief zu „Licht an – aber richtig“ auf. Sie fordert, dass stattdessen unter anderem auf Energiesparlampen und Ökostrom gesetzt werden solle.
    Eine Berechnung des Öko-Institutes im Auftrag der taz ergab, dass falls 50 Prozent der deutschen Haushalte für fünf Minuten das Licht ausschalten, deutschlandweit etwa 343 Tonnen CO2 eingespart werden. Falls aber 50 Prozent der Haushalte Glühbirnen gegen Energiesparlampen tauschten, in einem Jahr 2,5 Millionen Tonnen CO2 eingespart werden, also 7000-mal so viel.

    Etwas irritiert bin ich persönlich davon, dass ausgerechnet die SPD zur Teilnahme an der earth hour aufruft. Die SPD versucht auch in der rot-grünen Landesregierung weiterhin Kohlekraftwerke in NRW zu bauen. Sogar solche, die höchstrichterlich als „Schwarzbau“ ohne Rechtsgrundlage abgeurteilt wurden (Steinkohlekraftwerk Datteln). Alleine dieses Kohlekraftwerk würde jährlich 5,3 Millionen Tonnen CO2 erzeugen, bei einer vorauusichtlichen Lebensdauer von 35 Jahren = 185,5 Mio Tonnen!

    Nichts gegen earth hour – aber ein glaubwürdiger politischer Einsatz gegen den Bau weiterer Kohlekraftwerke würde mehr für den Klimaschutz bringen, deutlich mehr!

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