Einseitige Berichterstattung zur EEG-Umlage

In den Medien wird der entmutigende Eindruck verbreitet, der Strompreis würde durch die Erneuerbaren Energien immer teurer. Dieser Eindruck trügt! Die einzelne Kilowattstunde aus Erneuerbaren Energien wird von Jahr zu Jahr billiger. Photovoltaikstrom ist infolge der Massenproduktion jetzt sogar schon billiger als der von der Bundesregierung favorisierte Offshore-Windstrom, der erst in der Anfangsphase seiner Entwicklung steht.
Glücklicherweise wird immer mehr Strom aus Erneuerbaren Energien erzeugt und unserem Strom beigemischt. Der Anteil des EE-Stroms liegt dadurch im Jahresdurchschnitt bereits bei über 25 Prozent. Mehr EE-Strom kostet insgesamt natürlich mehr Geld. Deswegen steigt die EEG-Umlage.

Und die Kehrseite? Kohle- und Atomstrom wird nicht billiger, sondern teurer (Kohle und Uran werden immer knapper und die Anforderungen an NEUE Kraftwerke werden immer teurer). Doch der Anteil an Kohle- und Atomstrom im Strommix nimmt ständig ab. Für weniger Kohle- und Atomstrom müssten die Stromkunden weniger bezahlen (selbst wenn die einzelne Atom/Fossil-Kilowattstunde teurer wird). Doch die Stromverkäufer geben die Preissenkungen nicht an die Endkunden weiter, sondern stecken die Gewinne lieber ein. Darüber berichten die Medien nichts.
Schließlich kommt noch die skandalöse Regelung dazu, dass die privaten Stromkunden die EEG-Umlage der stromintensiven Industrie mitbezahlen müssen. Dazu gehören z.B. Hähnchenmastbetriebe und Golfplätze. Insgesamt werden in 2013 privilegierte Industrieunternehmen um rund 7 Mrd. Euro bei der EEG-Umlage entlastet, auf Kosten von Privathaushalten und Mittelstand! Der Anstieg der EEG-Umlage könnte zu einem erheblichen Teil vermieden werden, wenn Kosten und Nutzen der
erneuerbaren Energien fair verteilt würden. Mehr Hintergrundinformationen zum Thema bei der Bundestagsfraktion.

Teile diesen Inhalt:

Artikel kommentieren


* Pflichtfeld