Fahrradinfrastruktur an städtischen Schulen verbessern

Fahrradständer aus der Hölle: Kaum jemand vertraut ihnen sein Vorderrad an.

Zur Schule mit dem Fahrrad kommen: das ist für die meisten SchülerInnen keine Option.
Und das liegt oft gar nicht am zu weiten Weg, sondern an ganz anderen Faktoren. Einer davon ist die Infrastruktur für Radfahrer*Innen. Radwegeausbau ist ein wichtiges Thema, an dem laufend gearbeitet wird, aber die Abstellanlagen an den Schulen selbst, wo das Fahrrad während des Unterrichts untergebracht werden soll, lassen nach unserer Ansicht sehr zu wünschen übrig.

Überdacht, aber zu abgelegen

Wir haben darum zusammen mit der CDU einen Antrag auf Verbesserung und Umquartierung der Abstellanlagen an städtischen Schulen verfasst. Fehlende Überdachung, uralte „Felgenkiller“-Modelle, schlecht einsehbare Standorte mit entsprechender Diebstahlrate sind Gründe für die niedrige Quote von radfahrenden SchülerInnen.

Dies schlägt sich in überquellenden Parkplätzen der Schulen und umliegenden

Straßen nieder, in Parksuchverkehr mit allen negativen Auswirkungen und in der Zunahme von Elterntaxis, die in den Stoßzeiten zu Unterrichtsbeginn und -ende oft in gefährdender Weise durch die SchülerInnen manövrieren.
Jeder Schulweg, der mit dem Rad zurücklegt wird, ist ein Gewinn in vielfältigster Weise:

Nicht nur abgelegen, auch uralt: Solche Ständer braucht niemand!

• für die Umwelt
• für die persönliche Gesundheit und die Gesundheit anderer

• für die Konzentrationsfähigkeit im Unterricht
• für die CO2-Bilanz der Stadt
• für die Eigenständigkeit und das Selbstvertrauen der SchülerInnen.
Jede/r zusätzliche radfahrende Schülerin oder Schüler ist potentiell ein „Elterntaxi“ weniger.

Unbeaufsichtigt und direkt am Ausgang: einladend für jeden Fahrraddieb

Die dem Antrag beigefügten Bilder der Abstellanlagen am Franz-Stock-Gymnasium und am Laurentianum belegen zum einen den maroden Zustand, zum anderen die daraus resultierende geringe Nutzung der Ständer. Wenn die Schüler*Innen befürchten müssen, dass ihr Rad gestohlen oder beschädigt wird, lassen sie es lieber zuhause in Sicherheit, das ist nachvollziehbar. Nicht nur guter Rat, auch gutes Rad ist teuer.

Der Antrag zum Download (PDF), und dazu die Anlage mit Fotos.

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