Abwassergebühren Bestandserhebung – Die Kunst, Gebühren gerecht zu verteilen

AbwasserDie Erhebung der versiegelten Flächen ist für einige BürgerInnen ein Ärgernis, dem sie lautstark Luft machen. Sicher ist es lästig, sich als Grundstücksbesitzer mit einer Luftaufnahme beschäftigen zu müssen, um die angegebenen Flächen nachzuvollziehen.

Die Arnsberger Grünen haben vor Jahren dagegen geklagt, dass die Gebühren für Abwasser nur nach dem verbrauchten Frischwasser berechnet wurden.

Den großen Einleitern von Regenwasser wie Einkaufszentren mit ihren großen Parkplätzen und Industriebetrieben mit viel Dachflächen wurden die Abwassergebühren nur nach dem verbrauchten Frischwasser berechnet. Diese Unternehmen zahlten früher viel zu wenig.

Insgesamt ist Einbeziehung des Regenwassers in den Gebührenmaßstab daher für den großen Teil der Bürger günstiger. Warum soll der Bürger für die Entwässerung der riesigen Parkflächen von Supermärkten und Fabriken, oder für die Schulhöfe der Stadt zahlen?
Dass nach sieben Jahren eine Überprüfung der Erstaufnahme erfolgt, ist nur im Sinne der Gebührengerechtigkeit.

Auf Dauer wird die Verpflichtung, für versiegelte Flächen Abwassergebühr zu zahlen, zu fortschreitender Entsiegelung führen und damit zu weniger Abwasser und geringeren Kosten bei den Kanalbauten. Auch das wird allen zugute kommen, wenn auch erst in weiterer Zukunft. Aber an die Zukunft muss eine vorausschauende Politik und Verwaltung nun einmal jetzt denken.

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