Gegen eine Scheibchentaktik beim Autobahnbau

Endlich...Das Teilstück Menden-Neheim durch Wickede hat keine Chancen mehr auf Verwirklichung.  Nach dieser Aussage von Staatssekretär Horst Becker (GRÜNE) vom NRW-Verkehrsminsterium  hat die Gruppeninitiative gegen den Weiterbau der A46 (GigA) gestern reagiert und Nägel mit Köpfen gefordert. „Wenn das letzte Teilstück durch Wickede ins Grab gelegt wird, dann muss die ganze Autobahn hineingelegt werden und der Deckel drauf“, so der Sprecher der Initiative Stefan Neuhaus.

Eine wie auch immer vorgenommene Aufteilung in Abschnitte „wird es mit der GigA nicht geben“, machte Neuhaus deutlich.
Zum einen deshalb, weil der Weiterbau der Strecke Hemer-Menden lediglich Ortsumgehungsfunktion für Hemer habe, „und das ist nicht Aufgabe einer Autobahn“. Zum anderen teilt die GigA die Befürchtungen der Wimberner, durch ein Autobahnende in Menden würde die Verkehrssituation dort deutlich verschärft, und damit politischer Druck erzeugt, einen wie auch immer gearteten Weiterbau zu erwingen. Mit allen negativen Folgen für die Region: mehr Transitverkehr, Zerstörung wertvoller Naherholungsgebiete, mehr Motorenemissionen. Von den immensen Kosten gerade des letzten Teilstückes ganz zu schweigen, als hätten wir nicht schon genug sanierungsbedürftige Brücken in NRW.

Die Naturschutzorganisation BUND bereitet bereits das Klageverfahren gegen eine etwaige Aufteilung der Strecke vor. Eine Scheibchentaktik wird man den Planern nicht durchgehen lassen.

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