Anfrage beim Kreis zum Abbau von Schildern

Die grüne Kreistagsfraktion hat nach unseren Bitten eine Anfrage an den Hochsauerlandkreis gerichtet, die verschiedene aufgehobene Geschwindigkeitsbeschränkungen hinterfragt. Zuletzt war in Grevenstein ein LKW umgestürzt, auch dort waren an einer schmalen Straße die absolut sinnvolle 70er-Grenze verschwunden.
In Vosswinkel wurde bereits im Herbst 2016 die Ortsmitte anlasslos auf Tempo 50 hochgestuft, trotz aller Bürgerproteste und sogar einer kleinen Demonstration. Obwohl sich seit der Maut-Einführung der LKW-Verkehr in Vosswinkel verdoppelt hat, findet man beim Kreis keine Notwendigkeit, den Wünschen der Bürger*Innen zu folgen.
Auch in Wennigloh gehen Leute auf die Barrikade, weil eine 30er Beschränkung am Ortsausgang Richtung Hachen aufgehoben wurde. Seitdem häufen sich dort die gefährlichen Begegnungen an der Fahrbahnverengung, und die Dörfler*Innen sind genervt.
Pikanterweise gibt der aktuelle Polizeibericht an, dass „Geschwindigkeit […] kreisweit weiterhin die Unfallursache Nummer eins“ sei. Unter den Unfallhäufungspunkten in Arnsberg findet sich auch die B7/Vosswinkeler Straße, Ursache: zu hohe Geschwindigkeit, das Problem fällt seit 2018 besonders auf.

Da weder Bürgerwille als auch amtliche Statistiken keinerlei Einfluss auf die Entscheidungsfreude der (Kreis-?)verwaltung zu haben scheint, versuchen wir nun mit folgender Anfrage etwas Beweglichkeit ins Handeln zu bringen:

1. Wo wurden kreisweit in den letzten 5 Jahren 30er-Zonen aufgehoben?
2. Mit welcher fachlichen Begründung wurden diese 30er Zonen aufgehoben?
3. Wo wurden im gleichen Zeitraum sonstige Verkehrsbegrenzungen aufgehoben?
4. Mit welcher Begründung?
5. Was soll denn der Vorteil der Tempohochsetzung sein?
6. In welcher Form wurden jeweils anwohnende BürgerInnen in die Entscheidung miteinbezogen, beispielsweise durch Befragung nach ihren Erfahrungen mit der örtlichen Verkehrssituation?
7. Im Beispiel Voßwinkel gibt es außerdem, laut Zeitungsartikel, bezüglich der Wiederherstellung der Tempo-30-Zone einen Dissens zwischen Bezirksregierung und der Stadt Arnsberg, der bereits zwölf Wochen dauere. Wer ist in den drei Beispielen aus dem Anhang denn jeweils die federführende Institution?
8. Wer übernimmt bei zukünftigen schweren Unfällen mit möglicherweise Schwerverletzten oder Toten, die nachweislich nach den ursprünglichen Verkehrsbegrenzungen so nicht passiert wären, die Verantwortung?

Anfrage und Erläuterung ausführlich auf der Homepage der Kreisfraktion.

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