Inklusionsbericht liegt vor

Der gerade erschienene Inklusionsbericht für die Stadt Arnsberg geht auf unseren Antrag „Arnsberg wird inklusive Stadt“ vom November 2014 zurück. Nun liegt zumindest eine Bestandsaufnahme von Projekten, Netzwerken und strategischen Zielen bei der Umsetzung von Inklusion vor.

Der vorliegende Bericht fasst die vielfältigen Aktivitäten des riesigen Handlungsfeldes Inklusion zusammen. Es ist ein gesellschaftliches Grundbedürfnis, jedem Menschen die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu ermöglichen, egal mit welchen Fähigkeiten oder Hemmnissen er ausgestattet ist. Dies gilt für den Rollstuhlfahrer ebenso wie für den frisch angekommenen Flüchtling. Viele Projekte sind im Rahmen der Seniorenarbeit entstanden und werden mit ehrenamtlicher Unterstützung umgesetzt (Busbegleiter, Karneval der Generationen, Akademie 6-99), die Fachstelle Zukunft Alter begleitet und unterstützt viele dieser Projekte. Auch bei der Integration von Flüchtlingen arbeitet das Netzwerk mit, vermittelt Patenschaften und unterstützt beim Einleben im fremden Land.

Im Themenfeld Bildung ist besonders die frühe Hilfe im Fokus, und wird von einem Netzwerk vieler Akteure geleistet. Ziel ist es, Benachteiligung aufgrund sozialer Umstände gar nicht erst entstehen zu lassen. Der Übergang von Grundschule zur weiterführenden Schule wird besonders aufmerksam begleitet, weil dieser für viele Kinder eine schwierige Phase ist.

Arbeit zu haben ist eine Grundvoraussetzung für ein selbstbestimmtes Leben, für soziale Kontakte und für das allgemeine Selbstwertgefühl des Menschen. Leider sind die Programme zur Eingliederung sogenannter „arbeitsmarktfernen“ Personen sehr knapp zugeschnitten. Das Programm „soziale Teilhabe am Arbeitsmarkt“ ist eines der wenigen Instrumente, die dem Jobcenter zur Verfügung stehen. Der Hochsauerlandkreis hat zudem einen „Integration Point“ in Neheim angesiedelt, wo Flüchtlinge gezielt auf das Arbeitsleben vorbereitet werden.

Barrierefreiheit wird wohl am häufigsten mit dem Stichwort „Inklusion“ assoziiert. Das Mitdenken von Bedarfen gehandicapter Menschen ist eine Querschnittsaufgabe von vielen Verwaltungsbereichen, und muss besonders bei der Errichtung und Ausgestaltung von Wohnraum von Anfang an überlegt werden.

Der Bericht fasst auf übersichtliche Art die Aktivitäten bei der Umsetzung von Inklusion zusammen, mit Akteuren, Zeitrahmen und Stand der Umsetzung. Für die politisch Handelnden in der Stadt ist damit ein Instrument an die Hand gegeben, mit dem sie IST-Zustand beurteilen und strategische Ziele formulieren können.

Dieser Artikel als Hörversion:

Teile diesen Inhalt:

Artikel kommentieren


* Pflichtfeld