Keine Schule wird zerrissen

Nach vielen hochemotionalen Diskussionen und teils unschönen Formen der Auseinandersetzung ist dieFotomontage B´90 / DIE GRÜNEN, Tafelfoto © Robert Kneschke - Fotolia.com Fortentwicklung der Arnsberger Schullandschaft nun beschlossene Sache. In der Ratssitzung am 11.3.15 wurde der Vorlage der Verwaltung mit satter Mehrheit zugestimmt. Keine leichte Entscheidung – für alle Beteiligten. Die Anträge der Parteien gingen von „alles so lassen und Entscheidung vertagen“ bis zum komplexen SPD-Vorschlag mit Aufteilung ALLER Schulen auf getrennte Standorte, um nach und nach den Umzug zu bewerkstelligen. Diese Lösung hätte dem oft zitierten Bild eines Schulkarussells in Reinform entsprochen und dazu geführt, dass 15 Klassen in 14 Schulräumen hätten Platz finden müssen.

Die Verwaltungsvorlage bedeutet eine gute Lösung im Sinne eines qualitativ besten Unterrichts. Die Zusammenlegung der Hauptschulen am Standort Hüsten bedeutet Busfahrt für die Theodor-Heuss-Schüler, und dies wird natürlich nicht gern hingenommen. Aber durch die Konzentration an einem Schulstandort bekommt man die beste Differenzierung bei der Fächerwahl und die sicherste Lehrerversorgung im Sinne der Unterrichtskontinuität hin.
Die Realschüler werden in das gut ausgestattete Gebäude der Theodor-Heuss-Schule einziehen und damit wahrscheinlich den besten Tausch machen, während die Sekundarschule am Standort verbleibt, die Räume der Realschule mitnutzt und so die optimale Basis bei der Ausgestaltung der neuen Schulform erhält. Dies sahen offenbar auch viele Eltern von Sekundarschülern so, die in der Ratssitzung anwesend waren und unserer schulpolitischen Sprecherin Verena Verspohl bei ihrer Rede klatschend zustimmten.

Zu guter Letzt beschloss der Rat noch einen Entschließungsantrag Schullandschaft von CDU und Grünen, der die Verwaltung mit verschiedenen Arbeitsaufträgen zur Sicherung eines störungsfreien und qualitativ hochwertigen Unterrichts versorgt. Hiermit soll unter anderem den Bedenken der Theodor-Heuss-Schule begegnet werden, die eine Verschlechterung bei der Berufseingliederung befürchten.

Die Gesellschaft verändert sich, und damit auch die Schullandschaft. Die Hauptschule ist ein Auslaufmodell, und Eltern haben sich zunehmend gegen diese Schulform entschieden. Das ist eine Tatsache, der wir Rechnung tragen müssen. Überall werden Hauptschulen zusammen gelegt, nicht nur in Arnsberg. Die gestern gefallene Entscheidung für die „Ein-Standort-Lösung“ ist die bestmögliche im Sinne des qualitativ besten Unterrichts.

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