Keine Zirkusse mit Wildtieren in Arnsberg

Keine Zirkusse mit Wildtieren mehr in ArnsbergIn einem gemeinsamen Antrag mit der CDU fordern wir die Stadt Arnsberg auf, keine städtischen Flächen mehr für die „klassischen“ Zirkusunternehmen mit Wildtieren, die unter das Washingtoner Artenschutzabkommen CITES fallen, zur Verfügung zu stellen. Viele Städte (hier eine Liste bei PETA) haben inzwischen solche Beschlüsse gefasst und tragen damit einem gestiegenen Bewusstsein für Artgerechtigkeit und Tierschutz Rechnung.

Eine artgerechte Wildtierhaltung ist in einem Zirkus nahezu nicht umsetzbar. Die Enge der Käfige und der Bewegungsmangel verursachen enormen Stress für die Tiere, insbesondere durch den häufigen Transport von Auftrittsort zu Auftrittsort. Auch die Bundestierärztekammer spricht sich für ein Wildtierverbot im reisenden Zirkus aus.

Die Dressur von Wildtieren wird zudem als eintrainiertes artfremdes Verhalten eingestuft, das in freier Natur nie vorkommen würde (z.B. kopfstehende Elefanten oder Raubtiere, die durch brennende Reifen springen). Solche Art der Wildtierdressur ist oft mit Stress, Erniedrigung und Zwang für die Tiere verbunden.

Die CITES-Liste umfasst mehr als 33.000 Tier- und Pflanzenarten. Die Datenbank WISIA des Bundesamtes für Naturschutz hat sämtliche CITES-Arten gelistet. Man kann dort nach bestimmten Tierarten der CITES-Vereinbarung suchen.

Hier der Antrag als PDF zum Download

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Nachtrag: Der Antrag wurde aufgrund der Präzedenzurteile gegen mehrere Städte zurückgestellt, bis die Bundesgesetzgebung endlich Rahmenbedingungen setzt, die es Kommunen erlaubt, Wildtierzirkussen die kommunalen Flächen zu verweigern. Im Moment ist keine rechtssichere Basis für ein Verbot gegeben, jeder Zirkus könnte sich ein Auftrittsrecht erklagen und würde Recht bekommen. Mehr Tierrechte wird es nur mit mehr GRÜN auf Bundesebene geben können!
Es wäre Zeit dafür. Hier noch ein Video frei gelassener Zirkuskatzen.

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