Ländliche Versorgung sicherstellen geht nur mit Kooperation

Krankenhausplanung ist ein mühevolles Geschäft. Die Vorgaben durch Gesetzgeber und Krankenkassen erschweren es kleineren Krankenhäusern, weil für jeden Fachbereich spezialisierte Ärzte vorgehalten werden müssen. Gerade bei Geburten sind die Vorgaben derart hoch, dass reihenweise die Abteilungen schließen (kürzlich erst Menden).
Darum wurde ein 10 Punkte Plan mit den anderen Krankenhäusern der Region verabredet, um die Vorgaben weiter zu erfüllen. Eigentlich war darüber Stillschweigen vereinbart worden, um in Ruhe und ohne öffentlichen Druck die einzelnen Punkte verhandeln zu können, aber durch eine Indiskretion kam bereits kurz nach den Vereinbarungen an die Öffentlichkeit, dass in Meschede die Geburtshilfe nicht aufrecht gehalten wird. Stattdessen sollte die Fachabteilung der Urologie ans Walburgakrankenhaus wechseln.

Schon damit wurde Porzellan zerschlagen, und die Arbeit
der Verantwortlichen unnötig erschwert. Jetzt setzt die SPD Meschede noch einen drauf. Wir werden die Behauptungen hier nicht wiederholen, und verweisen auf die Presseerklärung des Walburgakrankenhauses.
Für uns GRÜNE steht und stand immer die Versorgungssicherheit im gesamten Hochsauerlandkreis an erster Stelle. Arnsberg hat sich früh durch den Zusammenschluss der drei Standorte AltArnsberg, Hüsten und Neheim für diese Versorgungssicherheit gut aufgestellt, aber für die Geschäftsleitung des Klinikums stand immer die Kooperation mit den umliegenden Krankenhäusern an erster Stelle, denn nur durch Zusammenarbeit werden wir eine flächendeckende Versorgung sichern können.

Im Februar hatten wir Werner Kemper, den Geschäftsführer des Klinikums, zu Gast in unserer Fraktionssitzung, und er lobte bei dieser Gelegenheit den Mescheder Träger ausdrücklich für die gute Zusammenarbeit und Kollegialität. Auch die Geschäftsführung des Walburgakrankenhauses bedauert die unseriöse Berichterstattung in ihrer Pressemeldung. Pikant dabei ist vor allem, dass die SPD-Ratsfrau Farzaneh Daryani leitende Mitarbeiterin bei einem Subunternehmen des Mescheder Krankenhauses ist. Die SPD-Fraktion hat ihre Behauptungen inzwischen zurückgezogen. Schaden genug wurde aber bereits angerichtet. Wir hoffen er wird nicht chronisch.

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