Merz und der Bierdeckel

WestLB zahlt 5000 Euro Tageshonorar an Friedrich Merz

Friedrich Merz - Foto: Kai Mörkwie die Financial Times heute berichtet, berechnet unser Arnsberger Ex-MdB Friedrich Merz aus Arnsberg-Niedereimer dem Land NRW – und damit uns Steuerzahlern – schlappe 5000 € Tageshonorar für seine hehren Bemühungen, einen Käufer für die quasi Pleite-Bank WestLB zu finden. In der über Jahre oder eher Jahrzehnte von raffgierigen Bänkern zugrunde gerichtete Landesbank stecken bisher ja erst ca. mind. 3 Mrd. € Steuergelder von der Soffin, womit der Konkurs der WestLB so gerade noch verhindert wurde …
Deswegen ist jetzt auch total gaga, über 5000 € Tageshonorar ( = 100.000,00 € im Monat) zu diskutieren. Ist ja nun mal ein laut BDU „nicht völlig unübliches aber an der oberen Grenze“ angesiedelter Honorarsatz.

Bei solchen spärlichen Einnahmen muss man  dann schon mal „Ver­wandte, Freunde und Kollegen um Zustiftungen und Spenden an eine Stiftung für Bildung und Ausbildung“ bitten, damit die medienwirksame Stiftung unter eigenem Namen halbwegs Kapital für den Stiftungszweck zusammen bekommt …

Dem Autor dieser Zeilen stellt sich die – eigentlich hypothetische – Frage, ob Herr Merz seine eigene Steuererklärung wirklich auf einem Bierdeckel zusammen bekommt, wie er es mit seiner sogenannten“Bierdeckelsteuer“ einst als CDU-Bundestags-Fraktionsvorsitzender im „Kompetenz-Team Merkel“ forderte … alleine die Einnahmen dürften aufgrund der vielen Nullen keinen Platz mehr auf einem Bierdeckel finden …

Über „deutsche Leitkultur“  schweigen wir an dieser Stelle dann sowieso mal. Interessanter ist – im aktuellen Zusammenhang mit der Atomkastrophe in Fukushima – dann eher, dass Friedrich Merz ein glühender Verfechter der Atomkraft ist (Unterzeichner des Energiepolitischen Appells, einer Lobbyinitiative der vier großen Stromkonzerne um die Laufzeitverlängerung deutscher Kernkraftwerke voranzubringen.)  … brauchen wir solche Leitpoltiker im Jahr im Jahr 2011 wirklich noch? Oder sollten auch diese geschassten Politiker nicht mal wirklich mit „anständiger“ Arbeit ihr Geld verdienen statt mit total überzogenen und aus Steuermitteln bezahlten Honorarverträgen, zugeschustert durch politische Seilschaften?

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