Neue Filteranlage am Möhnebogen

06.09.2010 Zum Spatenstich für eine neue Filteranlage am Möhnebogen kam man am Montagmorgen zusammen, interessierte BürgerInnen, Politik, Verwaltung und die Kinder des Arche-Noah-Kinder-gartens mit ihren Betreuerinnen.
Seit im Jahr 2006 die Verseuchung von Möhne und Ruhr mit illegal entsorgten Chemikalien entdeckt wurde, bestand die Notwendigkeit der Wasserfilterung durch Aktivkohle. In den letzten Jahren geschah dies durch eine mobile Filteranlage; die blauen Filtereinheiten sind nun nur noch bis zur Fertigstellung des Neubaues in Betrieb.

Diese Investition von insgesamt rd. 9 Millionen Euro (eine Anlage am Möhnebogen, eine weitere im Langel bei Freienohl) wird ohne Landeszuschüsse, allein durch die Gebührenzahler aufzubringen sein. Ulrich Midderhoff, Geschäftsführer der Arnsberger GmbH & Co KG, erläuterte, dass die neuen Filteranlagen zu Mehrkosten „unter 10 %“ führen werden. Bei 40 m³ Wasserverbrauch (Durchschnitt eines Erwachsenen) beträgt der aufzubringende Betrag etwa 6-7 Euro. Das hört sich noch ganz anders an als im Januar 2009, als von Preissteigerungen von 25 % die Rede war.

Der PFT-Skandal hat deutlich gemacht, dass die Wasserversorgung aus Oberflächenwasser der Flüsse (bei uns sind es Ruhr und Möhne) mit immer mehr Schadstoffen zu kämpfen hat. PFT (perfluorierte Tenside) waren ein Notfall, dem ein krimineller Hintergrund zuzuordnen war. Arzneimittelrückstände, Flammschutzmittel, Hormone und viele weitere Spurenstoffe haben in Trinkwasser aber ebenfalls nichts verloren und werden mit den neuen Anlagen eliminiert. Die Filterstufe, die im Langel dazu kommt, verhindert zudem die Verunreinigung mit coliformen Keimen, die bei Hochwasser regelmäßig auftrat.

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