Neue Schulen für Arnsberg

Baustelle Schule - An guter Bildung muß ständig gearbeitet werden

Seit Jahren ist bekannt, dass das dreigliedrige (mit Förderschulen viergliedrige) Schulsystem nicht den gewünschten Erfolg bringt (siehe PISA-Studie). Um jedem Kind im Schulsystem gleiche Chancen zu geben, ist es notwendig, dass Kinder lange gemeinsam lernen, dass sie während der gesamten Schullaufbahn individuell gefördert werden und das Festlegungen auf einen Bildungsabschluss möglichst spät geschehen.
Wenn die Eltern mitmachen, werden wir in Arnsberg demnächst die teilintegrierte Sekundarschule einführen. Für die Bildungsstadt Arnsberg ist das ein riesiger Schritt nach vorne, und Arnsberger Kinder werden davon profitieren. Was heißt Sekundarschule? Sie ist eine NEUE Schule, nicht bloß eine zusammengelegte Haupt- und Realschule.

Neu ist das längere gemeinsame Lernen (5. und 6. Klasse), quasi eine Fortführung der Grundschule. Ab Klasse 7 organisiert die Schule dann Kurse nach der Leistungsfähigkeit der SchülerInnen in den einzelnen Fächern. Während der gesamten Schulzeit wird in der neuen Sekundarschule darauf geachtet, dass auch gymnasiales Niveau erreicht wird. Ein Wechsel zwischen den Kursen ist jederzeit möglich, das bedeutet teilintegriert. Wir könnten uns auch eine vollintegrierte Schule vorstellen, in der nicht nach Leistungsgruppen aufgeteilt wird, sondern SchülerInnen immer in einer Unterrichtsgruppe bleiben und dort nach ihren individuellen Fähigkeiten gefördert werden. Das soll eine Entscheidung der Schule bleiben; vielleicht gibt es ja in Zukunft eine Schule, die diesen Weg gehen will.

Nach der 10. Klasse können die leistungsfähigen SchülerInnen entweder im Gymnasium oder auf den Berufskollegs in drei Jahren das Abitur machen. Die Sekundarschule eröffnet also genau wie das Gymnasium einen Weg zum Abitur, der Unterschied ist nur, dass man anstatt in 8 Jahren in 9 Jahren den Abschluss erreicht.

Die Sekundarschule ist gut, weil sie die Differenzierung der Schüler ohne die diskriminierende Haupt-, Real- und Gymnasial-Verteilung verwirklicht. Eine Gesamtschule tut das auch, aber sie würde in Konkurrenz treten mit den vor Ort gut funktionierenden Schulen, insbesondere den Gymnasien, weil sie im Unterschied zur Sekundarschule eine eigene Oberstufe hat. Gesamtschulen müssen vierzügig sein und erfordern zusätzliche bauliche Maßnahmen am ausgewählten Standort. Angesichts der prekären Haushaltssituation eine untragbare Investition in Millionenhöhe. Sekundarschule erreicht die Qualität der Gesamtschule. Investitionen im Bildungsbereich sollten hauptsächlich in Qualität und individueller Förderung stattfinden statt in Bausubstanz.

Mit der Sekundarschule besteht die Möglichkeit, in Arnsberg, Neheim und Hüsten jeweils einen Standort einzurichten, eine Gesamtschule könnte es nur in einem Ortsteil geben. Das bedeutet längere Wege für viele SchülerInnen. Eine weiterführende Schule vor Ort zu haben, ist ein Gewinn für alle.

Wenn wir das erreichen, hat sich das monatelange Engagement aller Beteiligten gelohnt.

 

 

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  1. Jörg Ungerer

    Ein Vergleich zwischen den beiden Schulformen gibt zu denken. Eine Gesamtschule ist auf keinen Fall zu vergleichen mit einer Gesamtschule. Wer das tut, kennt sich anscheinend nicht aus und dann noch anzuführen, das nicht in Bausubstanz investiert werden soll grenzt schon an Frechheit. Warum müssen die Kinder wieder darunter leiden, das es die Politik insgesamt nicht auf die Reihe bekommt. Haushalt hin oder her. Millionen werden von unseren Steuern regelrecht verschleudert. Ich denke die meisten Eltern stimmen mir zu, das diese eine Gesamtschule wünschen. aber wer fragt uns oder noch besser, werden wir überhaupt noch gefragt? Was ist mit Schülern die zuziehen und vorher eine Gesamtschule besucht haben. Im Kreis Soest gibt es sogar 2 Gesamtschulen. Und der Hochsauerlandkreis bekommt noch nicht einmal 1 Gesamtschule hin und spricht noch von immensen Kosten.
    Eine Konkurrenz steht eine Gesamtschule nicht. Wo sind die Zahlen die das belegen. Die größte Hauptschule müßte erweitert werden. Dafür werden die anderen Hauptschulen verkauft. Entweder entsteht dort neues Bauland für junge Familien oder neuer Wirtschaftsraum für neue Arbeitsplätze. Aus dem Erlös lässt sich dann ganz schnell aufstocken. Also wo ist die Herausforderung ?

    Warum so kompliziert denken? Einmal nur an die kleinen Bürg denken die letztendlich unsere Rente finanzieren müssen.

    Das Moto lautet: Gesamtschule Arnsberg – die sind wir unseren Kindern schuldig!

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