Nicht jede Ente ist niedlich…

Nicht jede Ente ist so niedlich... also genau hinsehen!Das Internet ist ein Hort der Horrorgeschichten, und wenn es früher nur Horror-Emails waren, die einem ins Postfach flatterten, wird man heute auf allen Social Media Plattformen mit den übelsten Räuberpistolen vollgetextet. Meistens mit dem Zusatz „ist gleich nebenan passiert“ oder „hat mir meine Nachbarin erzählt“ oder ähnlichen „Belegen“ für den Wahrheitsgehalt der Story. Aktuell werden kleine Kinder mitten in der Fußgängerzone aus dem Kinderwagen geholt. Angeblich auch hier in Arnsberg.
Hier eine kleine Zusammenstellung der immer ähnlich aufgebauten Falschmeldungen.

Bevor man solche Meldungen ungeprüft teilt oder weiterleitet, sollte man ruhig einmal unter dem Begriff „Hoax“ und ein paar Stichworten aus der Meldung nachschauen, ob da nicht ein Lügenmärchen aufgetischt wird. Gern wird mit den Urängsten der Menschheit Schindluder getrieben, um Fremdenhass zu schüren. Die beste Seite im Internet ist die von Frank Ziemann, der sich seit inzwischen 15 Jahren dem Aufspüren von Hoax-Meldungen widmet. Hier seine Fahndungsliste.

Man kennt inzwischen den Begriff der „Urban Legends“, ganze Bücher mit Geschichten von der „Spinne in der Yuccapalme“ und ähnlichem sind verfasst worden, und faszinieren offenbar die Welt als moderne Märchen. Was den Ahnen ihr Rotkäppchen ist den heutigen Webcitizens ihre Bonsaikatze.
Es ist ja nicht so, dass diese Geschichten nicht wahr sein KÖNNTEN, in einer Welt, in der Schlüsselanhänger mit lebenden Tieren verkauft werden (ja, DAS gibt es leider wirklich). Aber viele Horrormärchen sind es eben nicht, und schüren nur die Ängste und den Stress in der Welt. Also bitte: nicht alles glauben, was im Netz verbreitet wird… und vor allem: nicht weiter verbreiten!

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