Offene Fragen beim Holzener Steinbruch

Die Erweiterungsgenehmigung am Holzener Kiessteinbruch am Deinscheidt hat uns Kopfzerbrechen bereitet. Die Firma hat zum ersten Mal im HSK eine Genehmigung unter den Grundwasserhorizont beantragt. Damit sind Risiken verbunden, die nur unbefriedigend dargestellt werden. Was passiert bei einem Loch im Tank? Die Antwort: „es werden genügend Bindemittel vorgehalten“ ist da wenig beruhigend. Im Westenfelder Steinbruch wurde einfach die Genehmigung überschritten und im Grundwasser gebohrt, das Loch mußte wieder zugekippt werden, und nun wird mit Überfliegung die Grabungstiefe überwacht. Und in Holzen soll die Angrabung kein Problem sein?
Ein anliegender Bach, der ins FFH-Gebiet Biberbach entwässert, wird zum Teil trocken gelegt. Es sei nur ein kleiner Teil, und die Auswirkung gering, sagt das Umweltbüro der Stadt. Trotzdem ist dies eine negative Auswirkung auf ein besonders geschütztes Biotop gemäß § 62 Landschaftsschutzgesetz. Unsere Bedenken werden in die  Stellungnahme der Stadt Arnsberg eingearbeitet, aber es kann sicher nicht schaden, wenn noch von verschiedenen Seiten Bürgeranfragen zu den ausliegenden Plänen gestellt werden und die Bedenken verschärft werden. Ein Präzedenzfall darf nicht geschaffen werden. Die Unterlagen zum Genehmigungsverfahrenliegen noch bis zum 29.02. beim Fachdienst Umwelt im Rathaus Neheim aus und können dort eingesehen werden.

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