Offener Brief an F-J.Schröder und Andreas Posta

Baustelle Schule - wir arbeiten alle daran!Zum Antrag der SPD bezüglich Schulreform haben wir einen offenen Brief an die Fraktion geschickt. Wir halten es nicht für hilfreich, sich in diesem schwierigen Feld der Schulerneuerung politisch profilieren zu wollen. Der Stil des Antrags ist zudem provokant und zeugt von wenig Fairness angesichts der kontinuierlichen Gespräche aller Fraktionen im schulpolitischen Arbeitskreis.

Hier der Wortlaut des Offenen Briefes:

Offener Brief an Franz-Josef Schröder und Andreas Posta, SPD-Fraktion

Sehr geehrte Herren,
normalerweise stellt eine Fraktion einen Antrag, um damit zu bewirken, dass neue Ideen in der Stadtpolitik diskutiert werden, oder sie möchte auf Fehlentwicklungen hinweisen oder deutlich machen, dass diese Partei an diesem Punkt eine andere Meinung vertritt.

Der Antrag der SPD zur Schulreform erfüllt keines dieser Kriterien.

Mit dem Satz „Die SPD-Fraktion ist der Ansicht, dass Politik und Verwaltung diese Entwicklung nicht einfach passiv hinnehmen sollten“ unterstellen Sie, dass die anderen Parteien und die Verwaltung die schulpolitische Entwicklung untätig hinnehmen und nicht gestalterisch tätig sind.

Wir arbeiten seit Monaten (eigentlich seit Jahren) daran, und beobachten besonders aufmerksam die Entwicklungen in der Hauptschule.

Sie wissen, durch unser Mitarbeit im schulpolitischen Arbeitskreis und durch viele persönliche Gespräche mit Mitgliedern Ihrer Fraktion, dass wir alles andere als passiv sind. Auch daran, dass wir an Ihrer Veranstaltung zur Bildungsstruktur teilgenommen haben, dürfte ersichtlich sein, dass wir nicht zur Passivität neigen.

Wir bitten Sie in Zukunft auf solche billigen Vorwürfe zu verzichten und zur Sachlichkeit zurückzukehren. Es liegt im Interesse unserer Schüler, dass die schulpolitische Lösung in einem möglichst breitem Konsens aller politischen Parteien gefunden wird.

Durch Ihre polemischen, auf Außenwirkung bedachten Vorwürfe erschweren Sie eine fruchtbare Zusammenarbeit.

In der Hoffnung auf einen zukünftig fairen Umgang miteinander.

Mit freundlichen Grüßen

Hans Wulf
Fraktionssprecher

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