Ökologie und Ökonomie vereinen statt Deko-Politik

Unsere Stellungnahme zum WAZ-Artikel „CO²-Marathon soll Bürger für den Klimaschutz begeistern“ vom 31.01.2013
heisse-luftEs ist schon erstaunlich, was die SPD so aus der Luft greift und dann auch noch in die Presse bringt. Man stellt fest und wird zitiert, dass „gerade bei umweltpolitischen Zielen [in Arnsberg] zuwenig passiert“ und beantragt einen „CO2-Marathon“, der in Wiesbaden 60.000 € kostete (sponsorengetragen). Das ist leider das Problem bei den SPD-Anträgen: sie kosten regelmäßig viel Geld und haben daher nur dekorativen Wert. Die schwarz-grünen Umweltprojekte der letzten Jahre zielten dagegen fast immer auf Einsparungen, denn Ökologie und Ökonomie zu vereinen ist das Ziel.

Das klappte bei der Umstellung auf Ökostrom, das funktioniert bei den Nahwärme-Projekten (Perstorp, Berliner Platz, in Kürze Reno di Medici) und sowieso bei den vielen energetischen Sanierungen der letzten Jahre (zuletzt Turnhalle am Holzener Weg mit 12.000 EUR im Jahr weniger Energiekosten).
Die Sinnhaltigkeit der Vorschläge beim CO2-Marathon mag jeder selbst beurteilen: da soll man z.B. „küssen statt Blumen schenken“(durchaus reizvoll), kalt duschen, aufs Bügeln verzichten, ungenutzte Kleidung recyceln u.ä. Ob die freiwilligen Verpflichtungen der Teilnehmer auch eingehalten werden, ist nicht belegbar. Und das soll der Stein der Weisen sein?

Wir haben es lieber konkreter. Bürgerwind bringt nicht nur die Energiewende voran, sondern hält Kapital vor Ort. Die Stadtwerke sind bei der Vorbereitung dieses Projektes.

Der Klimaschutzmanager der Stadt setzt das beschlossene Klimaschutzkonzept um, viele Einzelmaßnahmen sind bereits durchgeführt. Teilnahme am European Energy Award, E-Bikes für Dienstwege, Energiesparkoffer, Netzwerk Klimaschutz in Südwestfalen, jährliche Klimaschutzwoche mit Beratung und Hilfe für alle Arnsberger bei der Realisierung eigener Einsparungen und weitere.

Das größte Umweltprojekt in der Stadtgeschichte aber ist die Renaturierung der Ruhr und wichtiger Bereiche der Möhne. Das ist Umweltschutz und Lebensqualität vereint, und Eigentumsschutz für hochwassergefährdete Siedlungsgebiete.

In der ganzen Nachkriegsgeschichte der Stadt hat es nicht so viel konkreten Umwelt- und Klimaschutz gegeben.

Wir bleiben fair; die SPD hat sich unseren Vorhaben zumeist nicht entgegen gestellt, waren aber auch oft nur Bedenkenträger. Zu behaupten „hier passiert zu wenig“ ist einfach die Unwahrheit.

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