GRÜNE gegen Factory-Outlets im ländlichen Raum

Einen gemeinsamen offenen Brief gegen Factory-Outlets auf der „grünen Wiese“ schickten die Grünen der Region an Harry K. Voigtsberger, dem zuständigen Minister für Wirtschaft, Energie, Bauen, Wohnen und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen. Die Arnsberger Grünen haben den Brief initiiert, unterzeichnet haben die Grünen von Ense, Fröndenberg, Hamm, Iserlohn und Hemer, Lippstadt, Menden, Schwerte, Soest, Sundern, Unna, Warstein, Werl und Wickede. Die Argumente gegen das Projekt sind hinlänglich bekannt: dezentraler Standort gefährdet die gewachsenen Einkaufsstrukturen der Innenstädte, fördert Individualverkehr, versiegelt guten Ackerboden und widerspricht mithin  aller Landesentwicklungsplanung.
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Neue Schulen für Arnsberg

Baustelle Schule - An guter Bildung muß ständig gearbeitet werden

Seit Jahren ist bekannt, dass das dreigliedrige (mit Förderschulen viergliedrige) Schulsystem nicht den gewünschten Erfolg bringt (siehe PISA-Studie). Um jedem Kind im Schulsystem gleiche Chancen zu geben, ist es notwendig, dass Kinder lange gemeinsam lernen, dass sie während der gesamten Schullaufbahn individuell gefördert werden und das Festlegungen auf einen Bildungsabschluss möglichst spät geschehen.
Wenn die Eltern mitmachen, werden wir in Arnsberg demnächst die teilintegrierte Sekundarschule einführen. Für die Bildungsstadt Arnsberg ist das ein riesiger Schritt nach vorne, und Arnsberger Kinder werden davon profitieren. Was heißt Sekundarschule? Sie ist eine NEUE Schule, nicht bloß eine zusammengelegte Haupt- und Realschule.
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Die Fleischfrage

Der WWF hat eine gute Kampagne gestartet: fleischfrage.wwf.de
Die weltweite Fleischproduktion hat sich seit 1970 verdreifacht. Das ist eine katastrophale Entwicklung für den Planeten.Methanproduzent Jeder Deutsche isst pro Jahr im Schnitt rund 60 kg Fleisch. Gesund wäre weniger als die Hälfte. Neueste Forschung geht sogar von einem Zusammenhang dieses hohen Fleischkonsums und der Zunahme an Demenzerkrankungen aus. Aber unsere eigenen gesundheitlichen Schäden sind noch nicht das Schlimmste. In einer Studie weist der WWF nach, dass bis zu 18 % der Treibhausgasemissionen von der Viehwirtschaft verursacht werden. Jede furzende Kuh erzeugt Methan, das 23 x schädlicher auf die Ozonschicht wirkt als CO2. Wenn wir alle wieder zum früher üblichen „Sonntagsbraten“ zurückkehren würden, würde das den Klimawandel entscheidend bremsen.

Deine Frage zu Europa

Euro-Krise, Euro-Bonds, Finanztransaktionssteuer, Schuldenschnitt, Insolvenz, Resolvenz… Wie bitte?

Die Eurokrise wirft Fragen auf. Nicht nur zur Bedeutung von Fachbegriffen. Wie kommt Europa denn raus aus dem Schlamassel? Stell uns von Sonntag, 10 Uhr, bis mindestens Montagvormittag deine Frage zu Europa.
Am Sonntag starten die GRÜNEN parallel zum EU-Gipfel den Online-Dialog „Deine Frage zu Europa“. Während der Europäische Rat hinter verschlossenen Türen tagt, wollen wir Transparenz herstellen, für Fakten sorgen und Dialog anbieten. Hebelwirkung, EFSF, ESM, Teilkaskoversicherung versus Bankenlizenz, Rekapitalisierung … Wir wollen eine Schneise durch das Krisenkauderwelsch-Dickicht schlagen. Wir werden Fragen beantworten, informieren, Hintergründe, Ursachen und Alternativen für die Eurorettung beleuchten und diskutieren.

Deshalb veranstalten wir „Deine Frage zu Europa“ von Sonntag, 23. Oktober 10 Uhr, mindestens 24 Stunden lang. Ein Team von Freiwilligen beantwortet in der Bundesgeschäftsstelle auch Eure Fragen zu Europa. Daneben gibt es spannende Interviews mit Expertinnen und Experten. Ihr könnt die ganze Zeit dabei sein, denn „Deine Frage zu Europa“ wird komplett als Livestream übertragen. Das genaue Programm findet Ihr hier: http://www.gruene.de/einzelansicht/artikel/deine-frage-zu-europa.html.

Neue Filteranlage am Möhnebogen

Am Möhnebogen wurde heute eine neue Trinkwasseraufbereitungsanlage eingeweiht, die die bisher angemietete, mobile Aktivkohleanlage ersetzen wird. Fünf Jahre nach Bekanntwerden des PFT-Skandals errichten die Stadtwerke damit eine hochmoderne Filteranlage, die nicht nur mit perfluorierten Tensiden, sondern mit einer Vielzahl bakterieller oder chemischer Verunreinigungen fertig wird. Wir sind damit umfassend gerüstet für eine Trinkwasserversorgung auf technisch höchstem Level. Die neue Ultrafiltrationsanlage arbeitet mit stangenförmigen Filtern, um möglichst hohe Oberfläche zu bekommen. Das Wasser wird hindurch gepumpt und geht in einem zweiten Schritt dann durch die Aktivkohleanlage. Alle paar Wochen müssen die Filter gespült werden, ab und zu auch mit Laugen und Säuren von hartnäckigen Verschmutzungen befreit werden. (mehr …)

Themen im Bezirksausschuss Arnsberg

Der Bezirksausschuss Arnsberg, der am 20.09. tagte, befasste sich unter anderem mit zwei CDU-Anträgen, die uns so gar nicht schmecken wollten. Braucht es einen Neuanstrich am Bürgerzentrum, während die Fenster noch einfach verglast sind? Wir fanden: Nein. Hier sollte man die Prioritäten anders setzen. Erst mal energetisch sanieren, dann kann man in Folge vom eingesparten Geld auch einen Neuanstrich finanzieren. Geld steht im Haushalt leider weder für neue Fenster noch für neue Farbe zur Verfügung.
Ein weiterer Antrag galt der Auftragserteilung zur  Entwicklung einer „Tourismus-App“ (Apps, die Kurzform für „applications“,  sind kleine Hilfsprogramme, die für internetfähige Handys wie das iPhone entwickelt werden). Wir haben nichts gegen Apps, aber gegen das Geldausgeben dafür, während kostenlose Apps noch völlig ungenutzt sind.

Ein gutes Beispiel sind die QR-Codes, die inzwischen zur Information über alle möglichen Inhalte genutzt werden. Wir haben das mal beispielhaft für das Butterbettchen-Denkmal in Arnsberg deutlich gemacht, hier geht es zur Unterseite.

Auch eine kostenlose und vielgenutzte App wie „Meine Stadt“ bietet bisher noch kaum Informationen über Arnsberg.  Wenn über diese App z.B. der Punkt „Veranstaltungen“ aufgerufen wird, werden zuverlässig sämtliche Konzerte, Theateraufführungen usw. im Alten Schlachthof in Soest, im FZW Dortmund, im Maximiliampark Hamm etc. angezeigt. Aber leider kein Programm der Kulturschmiede, des Sauerlandtheaters, der Stadtführungen des Verkehrsvereins … Da sich das Handy am aktuellen Standort des Benutzers einloggt, hilft das dem interessierten Touristen, der sich gerade in Arnsberg aufhält, herzlich wenig.

Solange diese kostenfreien und bei den Smartphone-Benutzern bekannten Möglichkeiten nicht ausgeschöpft werden, ist eine eigene „Arnsberg-App“ unserer Meinung nach ein unnötiger und teurer Luxus.

QR-Codes zur Information nutzen

Butterbettchen im Internet

In Reaktion auf den Antrag der CDU im Bezirksausschuss Arnsberg schlagen wir statt einer (teuren) Programmierung von Touristen-Apps die Nutzung kostenfreier Werbemöglichkeiten zur Förderung des Tourismus vor.

QR-Codes sind eine sehr praktische Erfindung. Mit diesem zweidimensionalen Code lassen sich verschiedenste Daten (Texte, Web-Adressen, Visitenkarten …) als Grafik darstellen, die mit jedem modernen Handy (Smartphone) einfach abgelesen werden können. Wer sich für die Information interessiert, erfasst mit der Kamera des Smartphones einfach das Muster, und das Telefon zeigt die hinterlegte Information an.
Ein QR-Code kann kostenlos erstellt werden, es gibt verschiedene kostenfreie Generatoren im Netz, und damit für jeden Interessierten mit internetfähigem Handy einen schnellen Weg zu Wissenswertem bereitstellen. Zum Beispiel über Gebäude, Denkmäler, Kulturprogramme, Speisekarten, Wanderwege, Personen, Immobilienangebote, Fahrpläne … die Möglichkeiten sind schier unendlich. Mit den Codes wird die Verbindung zum Internet in den mobilen Alltag eingebunden. Auf einem Schild an einer Sehenswürdigkeit lassen sich nur wenige knappe Sätze Erläuterungen unterbringen. Ein zusätzlicher QR-Code auf so einem Schild, der zu vertiefenden Informationen führt, gibt dem interessierten Betrachter an Ort und Stelle die Möglichkeit, mehr zu erfahren. Mit diesem kostenfreien System lässt sich jedem Touristen jeder Winkel der Stadt erklären.

Beispielhaft haben wir dies am Butterbettchen Denkmal am Gutenbergplatz demonstriert. Nebenstehender Code führt zur Internetseite Butterbettchen.de, die die Lebensgeschichte dieser ungewöhnlichen Frau dokumentiert. Der QR-Code ist auch am Denkmal angebracht. Ebenso wurde an der Stadtkapelle, am Fuß der Schlossruine, an der Kulturschmiede und am Sauerlandtheater exemplarisch ein Code angebracht, der zu Informationsseiten führt.

An vielen Sehenswürdigkeiten lässt sich auf diese Art eine moderne und besonders für auswärtige Gäste attraktive Form der Kommunikation verwirklichen, die ohne großen Arbeitsaufwand den perfekten Informationsservice bietet. Oft gibt es bereits gute Wikipediaseiten zu Sehenswürdigkeiten, die man ohne weiteren Aufwand nutzen kann.

Offener Brief an F-J.Schröder und Andreas Posta

Baustelle Schule - wir arbeiten alle daran!Zum Antrag der SPD bezüglich Schulreform haben wir einen offenen Brief an die Fraktion geschickt. Wir halten es nicht für hilfreich, sich in diesem schwierigen Feld der Schulerneuerung politisch profilieren zu wollen. Der Stil des Antrags ist zudem provokant und zeugt von wenig Fairness angesichts der kontinuierlichen Gespräche aller Fraktionen im schulpolitischen Arbeitskreis.
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Infoveranstaltung zu Fracking

Auf Einladung der Interessengemeinschaft Stopp Fracking MK und des Ortsverbandes Bündnis 90/ Die Grünen Sundern hält der Steinfurter Geologe Helmut Fehr am Dienstag, den 13.09.2011 um 19.00 Uhr einen Vortrag über das Thema Hydraulic Fracturing, kurz Fracking genannt. Fracking nennt man eine Bohrmethode, bei der mit Hilfe zumeist giftiger Flüssigkeiten am tiefsten Punkt einer Bohrung Risse ins Gestein gesprengt werden, um z.B. Gas besser zu fördern.
Der Vortrag findet im Kulturtrichter, Allendorfer Str. 34, in 59846 Sundern-Allendorf statt. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen. (mehr …)

Stärkungspakt Stadtfinanzen auch für Arnsberg

Mit dem Stärkungspakt Stadtfinanzen unterstützt die rot-grüne Landesregierung die am stärksten verschuldeten Kommunen in NRW mit insgesamt 350 Millionen Euro. Zu den 34 Städten, die vom Ministerium für die kurzfristige Hilfe benannt wurden, gehört auch Arnsberg.

Damit löst Rot-Grün ein Versprechen  ein, sich der finanziellen Notlage der Kommunen anzunehmen. Diese Notlage ist nämlich nicht nur mit Einsparungsbemühungen der Städte zu lösen, denn die steigenden Soziallasten sind für die Kommunen einfach nicht mehr zu bewältigen. Der Bund hat sich in den letzten Jahren aus vielen Bereichen zurückgezogen oder hat zu Lasten der Kommunen umgeschichtet. Mit dem Stärkungspakt ergeht daher auch die eindringliche Aufforderung an den Bund, endlich wieder zur Aufgabenübernahme zurückzukehren, denn die Soziallasten machen nach wie vor nahezu jegliche Handlungsspielräume in den Kommunen zunichte.

Arnsberg bekommt das Geld nicht geschenkt. Unsere Konsolidierungsbemühungen müssen sogar noch verstärkt werden.  Aber mit dem Stärkungspakt haben wir zumindest wieder realistische Aussichten auf einen ausgeglichenen Haushalt, der durch die stetig steigenden Soziallasten immer unwahrscheinlicher wurde.