Anfrage an den Ruhrverband: Welche Stoffe sind in der Ruhr?

28.03.2007 Was für Stoffe sind im Flußwasser neben TOSU und PFT? Welche Industriebetriebe in der Stadt könnten ebensolche Probleme bekommen wie Perstorp, die per Eilverfügung Betriebsstillegung zu befürchten hatten?

Hier die Anfrage: Anfrage Ruhrverband Stoffliste

Die Antwort war ernüchternd:
… müssen wir Ihnen leider mitteilen, dass die aufwändigen Bestimmungen von organischen Spurenstoffen in Abwässern (Kläranlagenzu- und —Abläufen) von uns nicht routinemäßig durchgeführt werden. Insofern können wir Ihnen mit Ausnahme einiger phos­phororganischer Flammschutzmittel keine diesebzüglichen Untersuchungsbefunde zur Ver­fügung stellen.

Es ist ein grundsätzliches Problem der Trinkwasserversorgung an der Ruhr, dass der Ruhrverband als Betreiber der Kläranlagen viele bedenkliche Stoffe einfach durch die Kläranlagen wieder in den Fluss entlässt. Das Problem bleibt bei den Trinkwasseraufbereitern hängen, die ihre Anlagen (auf Kosten der BürgerInnen) immer aufwändiger ausbauen müssen, um den ganzen Dreck noch rausfiltern zu können.

Mühlenstraße in Arnsberg für Radler freigeben

Mühlenstraße in Arnsberg für Radler freigeben! Das ist sinnvoll zur Unterstützung der Verbindungen von der Altstadt zum Ruhrtalradweg, und verringert die Gefahren, denen Radler auf der Königsstraße ausgesetzt sind. Faktisch nutzen sowieso viele ortskundige RadfahrerInnen die Mühlenstraße in beide Richtungen, aus genau diesen Gründen. Eine Öffnung ist einfach bürgerfreundlich. => Der Antrag wurde inzwischen im allgemeinen Radfahrer-Förderkonzept aufgenommen und umgesetzt.

Kyrillschäden als Plakatausstellung

Der schlimmste Sturm, der das Sauerland nach „Lothar“ 1999 heimsuchte, hiess „Kyrill“. Am 18. Januar 2007 brach der Orkan über NRW los, und dank der wirklich ernst vorgetragenen Warnungen der Metereologen hatte sich die Bevölkerung in sichere Innenräume zurückgezogen, sonst hätte Kyrill sicher mehr Menschen das Leben gekostet. Aber etliche Waldarbeiter starben und sterben noch Monate später bei den hochgefährlichen Aufräumarbeiten in den mikadoartig zusammengefallenen Beständen.

Wir nahmen die furchtbaren Bilder zum Anlass einer drastischen Plakatausstellung.

Strommultis bremsen beim Netzausbau

07.11.06 Europa hat Stromausfall, und schuld hat natürlich sofort die böse, böse Windkraft, die zu viel Strom eingespeist habe. Dabei war der Tag gar nicht besonders windig, nein, die Strommultis möchten nur nicht gern zugeben, dass sie statt der eingenommenen 20 Milliarden für „Netzausbau“ zu diesem Zweck immer nur 2,5 Milliarden wieder ausgeben. Darum brach die Versorgung nach Abschaltung einer wichtigen Versorgungsleitung über die Ems eben zusammen, Dominoeffekt. Die CDU in Person Christa Thobens fordert nun als erstes, Windbauern müßten nun ihren Strom selber speichern. Solche Speicher gibt es aber bisher nur als Forschungsprojekt in Italien. Schade eigentlich, für solche Projekte gehen ehrgeizige Wissenschaftler auch gern ins Ausland, weil dafür die Nobelpreise vergeben werden...

Täglich neues Gammelfleisch

15.09.06 Gammelfleisch – täglich wird eine neue Charge grün-schillernder Köstlichkeiten in einem Kühlhaus ausgegraben, man fragt sich, wieso auf einmal so eine Welle losbricht… Man hat nie richtig nachgesehen. Eine Studie über die Kontrolltätigkeit der Bundesländer sieht NRW auf dem letzten Platz, mit 14 von 64 Punkten. Sachsen liegt auf dem ersten Platz mit 48 Punkten.

Veröffentlicht in der TAZ, wie auch dieser Artikel: Gutes Fleisch hat seinen Preis.