Dioxin im Ei

Empörtes HuhnEin gutes neues Jahr! Leider fängt es gleich mit einem handfesten Lebensmittelskandal an, dioxinverseuchte Eier durch Verfütterung vergifteter Fettreste. Das (grüne) NRW-Ministerium hat die betroffenen Nummern bereits veröffentlicht. Ein Futtermittelhersteller hatte technische Fette aus der Diesel-Produktion für Tiernahrung genutzt. Die Firma ist inzwischen liquidiert, die betroffenen Bauern schauen in die Röhre, was Entschädigungszahlungen anbelangt. Viele mussten ihre Betriebe vorläufig schliessen, für konventionelle Eier besteht weiterhin Vermarktungs-Notstand, weil die Verbraucher in Folge des Skandals auf Bio-Eier umschwenkten. Wie irreal die Angst vor dem Gift im Ei ist, zeigt dieser taz-Artikel.

Ein Jahr schwarz-grüne Zusammenarbeit

CDU und Grüne ziehen Bilanz

Grüne und CDU Ein Jahr schwarz-grüne Zusammenarbeit bilanzierten jetzt die beiden Fraktionsvorstände von CDU und Grünen im Rat der Stadt Arnsberg. „In einem Jahr haben wir sehr viel erreicht“, erklärten gleich zu Beginn Klaus Kaiser MdL und Hans Wulf für beide Ratsfraktionen. Man habe sich in den vergangenen Jahren angenähert – die CDU sei sicherlich ökologischer in ihrem Denken geworden, und die Grünen hätten auch ihre Sturm- und Drang-Zeit überwunden, so Thomas Wälter von den Grünen.

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Schwarz-Grün zieht Bilanz

3.11.10 Ein Jahr schwarz-grüne Zusammenarbeit bilanzierten jetzt die beiden Fraktionsvorstände von CDU und Grünen im Rat der Stadt Arnsberg. „In einem Jahr haben wir sehr viel erreicht“, erklärten gleich zu Beginn Klaus Kaiser MdL und Hans Wulf für beide Ratsfraktionen. Man habe sich in den vergangenen Jahren angenähert – die CDU sei sicherlich ökologischer in ihrem Denken geworden, und die Grünen hätten auch ihre Sturm- und Drang-Zeit überwunden, so Thomas Wälter von den Grünen. Das Wahlergebnis der letzten Kommunalwahlen hat die Zusammenarbeit notwendig gemacht, das Ergebnis nach einem Jahr: Vieles konnte gemeinsam angestoßen werden, einiges bereits umgesetzt. Dazu führten die Kommunalpolitiker beispielsweise das Klimaschutzkonzept an, das jetzt in Arnsberg aufgestellt wird. Das sei ein schwarz-grünes Projekt, das in Arnsberg Ökonomie und Ökologie verbinden solle. „Arnsberg auf dem Weg zur nachhaltigen Stadt“ überschreiben die beiden Fraktion einen Teil ihres gemeinsamen Weges. Wirtschaftlichkeit, „kreatives Sparen“, also Investitionen in Bildung und Ausbildung für eine entsprechende Rendite in der Zukunft sind weitere zentrale Arbeitsschwerpunkte der beiden Fraktionen. Trotz massiver Sparzwänge und steigender Sozialkosten, die Einsparbemühungen auf kommunaler Seite von heute auf morgen immer wieder zunichte machen, blicke man optimistisch in die Zukunft. „Wir geben unsere Stadt nicht auf“, lautet das Versprechen von CDU und Grünen.
Im Bild von links nach rechts: Jochem Hunecke, Klaus Kaiser, Thomas Wälter, Hans Wulf, Werner Lattrich, Klaus Büenfeld

Kein PFT mehr in der Seufzertalquelle

Kein PFT mehr in der Seufzertalquelle

SeufzertalquelleNachdem 2007 eine der giftigen Verbindungen in der Quelle gefunden wurden, hatte unser Ortsverband im Juli 2010 eine neue Probe untersuchen lassen.

Die Quelle im Seufzertal, wo sich viele BürgerInnen gern gut schmeckendes Quellwasser abfüllen, ist wieder PFT-frei. Der grüne Ortsverband hatte im Juli eine Probe des Wassers im Fraunhofer-Institut Schmallenberg untersuchen lassen. Diese Untersuchung brachte erfreuliche Ergebnisse zu Tage.

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Herr Wagenfeld sollte kein Namensgeber sein

Es gibt immer noch Benennungen aus alter Zeit, wo die Namensgeber NS-Vergangenheit haben. Auch wenn es schwierig war, sich als gesellschaftlich aktiver Mensch zur Nazizeit nicht regimefreundlich zu zeigen, gibt es Grenzen, deren Überschreitung nicht mehr toleriert werden sollte. Karl Wagenfeld war ein glühender Nazi, und als solcher kein geeigneter Namenspatron für Schulen und Straßen. Darum unsere Anregung, eine Schule in Neheim und zwei Straßen in Hüsten umzubenennen. (mehr …)

Ökostrom für Arnsberg

Umstellung auf 100% Ökostrom

Die Umstellung der kompletten städtischen Stromversorgung (alle öffentlichen Gebäude + Straßenbeleuchtung) auf 100% Ökostrom nach OK-Power-Label war Ziel eines gemeinsamen Antrags der Arnsberger Grünen zusammen mit der CDU.
Eine Ausschreibung auf Ökostrom ohne Neuanlagenquote und die Errichtung von jährlich zwei neuen Anlagen zur Energiegewinnung aus regenerativen Quellen sorgt für eine nachhaltige Ausrichtung der städtischen Stromversorgung.

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Brunnenpaten gefunden

Vor der Füllung kommt das SaubermachenBrunnenpaten gefunden! Der OV-Vorsitzende Thomas Wälter, der den Bioladen am Gutenbergplatz betreibt, hat den Brunnen für den Rest der Saison in Betrieb genommen. Die Saison ist fast vorbei, aber zu den Arnsberger Herbsttagen hat es dann doch endlich geklappt: der Brunnen am Gutenbergplatz ist wieder in Betrieb. Und sofort war ein ganzes Rudel Kinder zur Stelle, um trotz der schon etwas kühlen Witterung den beliebten Wasserspielplatz zu nutzen. Sonne, Sand und Wasser gehören einfach zusammen.
Als im Juli bei glühender Hitze wegen akuter Finanznot der Stadt die Brunnen trocken blieben, hatte sich sofort nach der Berichterstattung hierüber in der Presse (Dorfinfo.de berichtete) der Regenbogen Naturkostladen bei der Stadt als Sponsor gemeldet. Aber der Übergang von städtischem zu privatem Betrieb war mit ungeahnten Hemmnissen verbunden. Bis die nötigen Kontakte hergestellt und manche bürokratische Hürde genommen war, dauerte es bis in den September. Zuletzt mussten noch die natürlichen technischen Probleme eines länger stillgelegten Bauwerkes bewältigt werden, wer rastet, rostet eben. Aber wo ein Wille ist, ist auch Wasser.
Ein wenig ärgerlich wird der ehrenamtlich engagierte Bürger schon, wenn die Wassermenge, die seit Jahren in gleicher Höhe an solchem Brunnen verbraucht wird, nun exakt gemessen werden muss mit der Begründung, man würde sonst bei Wasserverlusten nach etwaigen Lecks im Netz suchen. Diese Mengenerfassung war offenbar vorher nicht notwendig.
In Zukunft soll die Inbetriebnahme aber reibungsloser verlaufen, und auch für andere Brunnen haben sich Sponsoren gefunden (für die Butterbettchen-Sprudler am Gutenbergplatz steht z.B. Firma Liesenfeld in den Startlöchern).

Johann Schmiz ist gestorben

Heute erreichte uns die Nachricht vom Tod unseres langjährigen Mitstreiters Johann Schmiz.

Johann Schmiz  im WahlkampfWir werden unseren Johann vermissen!

Johann Schmiz, unser ältestes Fraktions- und Parteimitglied, ist am 12.09.2010 verstorben. Er wird uns sehr fehlen. Als „Wassermann“ und Wetterfrosch war er uns lieb und teuer; sein Expertenwissen in Sachen Regenwassernutzung war bundesweit gefragt. Als Ingenieur hatte er sich mit der Thematik bereits sehr früh und sehr detailiert auseinander gesetzt. Viele Lösungen musste er selbst entwickeln, weil der Markt für Regenwasseranlagen noch gar nicht da war.

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Pedelecs finanzieren

Fahrrad mit Rückenwind

Fahrrad mit Rückenwind, Foto: Wikipedia

Über 80 % der CO2-Emissionen in Arnsberg sind dem PKW-Verkehr zuzurechnen. Da begrüßen wir es außerordentlich, dass die Sparkasse ein Finanzierungsangebot für Pedelecs aufgelegt hat. Zusammen mit den örtlichen Fahrradhändlern werden die flotten Flitzer mit dem eingebauten Rückenwind so für jedermann finanzierbar.
Man achte beim Kauf auf Gewicht und Reichweite des Akkus. Besonders der Akku ist nämlich mit großen Qualitätsunterschieden behaftet. Empfehlenswert sind in jedem Fall Lithium-Mangan-Akkus, seit neuestem gibt es auch Lithium-Polymer-Akkus, die eine noch bessere Speicherleistung haben.
Hatten Pedelecs früher eine Art „Rentner-Nimbus“ als Fahrrad für alte Leute, steigen inzwischen auch immer mehr junge Menschen und  Berufstätige darauf um, für die das Fahrrad bisher als Transportmittel zu unkomfortabel war. Im Meeting durchgeschwitzt anzukommen, ist einfach nicht machbar.  Dank E-Antrieb ist dieses Hindernis ausgeräumt. Und wenn ich auf dem Heimweg gern ein bißchen mehr Sport habe, kann ich den Antrieb runterregeln oder ganz abschalten.

Gute Links zum Thema:

Informationen beim ADFC
Wikipedia

Leichter-fahren.de

Neue Filteranlage am Möhnebogen

06.09.2010 Zum Spatenstich für eine neue Filteranlage am Möhnebogen kam man am Montagmorgen zusammen, interessierte BürgerInnen, Politik, Verwaltung und die Kinder des Arche-Noah-Kinder-gartens mit ihren Betreuerinnen.
Seit im Jahr 2006 die Verseuchung von Möhne und Ruhr mit illegal entsorgten Chemikalien entdeckt wurde, bestand die Notwendigkeit der Wasserfilterung durch Aktivkohle. In den letzten Jahren geschah dies durch eine mobile Filteranlage; die blauen Filtereinheiten sind nun nur noch bis zur Fertigstellung des Neubaues in Betrieb.

Diese Investition von insgesamt rd. 9 Millionen Euro (eine Anlage am Möhnebogen, eine weitere im Langel bei Freienohl) wird ohne Landeszuschüsse, allein durch die Gebührenzahler aufzubringen sein. Ulrich Midderhoff, Geschäftsführer der Arnsberger GmbH & Co KG, erläuterte, dass die neuen Filteranlagen zu Mehrkosten „unter 10 %“ führen werden. Bei 40 m³ Wasserverbrauch (Durchschnitt eines Erwachsenen) beträgt der aufzubringende Betrag etwa 6-7 Euro. Das hört sich noch ganz anders an als im Januar 2009, als von Preissteigerungen von 25 % die Rede war.

Der PFT-Skandal hat deutlich gemacht, dass die Wasserversorgung aus Oberflächenwasser der Flüsse (bei uns sind es Ruhr und Möhne) mit immer mehr Schadstoffen zu kämpfen hat. PFT (perfluorierte Tenside) waren ein Notfall, dem ein krimineller Hintergrund zuzuordnen war. Arzneimittelrückstände, Flammschutzmittel, Hormone und viele weitere Spurenstoffe haben in Trinkwasser aber ebenfalls nichts verloren und werden mit den neuen Anlagen eliminiert. Die Filterstufe, die im Langel dazu kommt, verhindert zudem die Verunreinigung mit coliformen Keimen, die bei Hochwasser regelmäßig auftrat.