Brunnenpaten gefunden

Vor der Füllung kommt das SaubermachenBrunnenpaten gefunden! Der OV-Vorsitzende Thomas Wälter, der den Bioladen am Gutenbergplatz betreibt, hat den Brunnen für den Rest der Saison in Betrieb genommen. Die Saison ist fast vorbei, aber zu den Arnsberger Herbsttagen hat es dann doch endlich geklappt: der Brunnen am Gutenbergplatz ist wieder in Betrieb. Und sofort war ein ganzes Rudel Kinder zur Stelle, um trotz der schon etwas kühlen Witterung den beliebten Wasserspielplatz zu nutzen. Sonne, Sand und Wasser gehören einfach zusammen.
Als im Juli bei glühender Hitze wegen akuter Finanznot der Stadt die Brunnen trocken blieben, hatte sich sofort nach der Berichterstattung hierüber in der Presse (Dorfinfo.de berichtete) der Regenbogen Naturkostladen bei der Stadt als Sponsor gemeldet. Aber der Übergang von städtischem zu privatem Betrieb war mit ungeahnten Hemmnissen verbunden. Bis die nötigen Kontakte hergestellt und manche bürokratische Hürde genommen war, dauerte es bis in den September. Zuletzt mussten noch die natürlichen technischen Probleme eines länger stillgelegten Bauwerkes bewältigt werden, wer rastet, rostet eben. Aber wo ein Wille ist, ist auch Wasser.
Ein wenig ärgerlich wird der ehrenamtlich engagierte Bürger schon, wenn die Wassermenge, die seit Jahren in gleicher Höhe an solchem Brunnen verbraucht wird, nun exakt gemessen werden muss mit der Begründung, man würde sonst bei Wasserverlusten nach etwaigen Lecks im Netz suchen. Diese Mengenerfassung war offenbar vorher nicht notwendig.
In Zukunft soll die Inbetriebnahme aber reibungsloser verlaufen, und auch für andere Brunnen haben sich Sponsoren gefunden (für die Butterbettchen-Sprudler am Gutenbergplatz steht z.B. Firma Liesenfeld in den Startlöchern).

Johann Schmiz ist gestorben

Heute erreichte uns die Nachricht vom Tod unseres langjährigen Mitstreiters Johann Schmiz.

Johann Schmiz  im WahlkampfWir werden unseren Johann vermissen!

Johann Schmiz, unser ältestes Fraktions- und Parteimitglied, ist am 12.09.2010 verstorben. Er wird uns sehr fehlen. Als „Wassermann“ und Wetterfrosch war er uns lieb und teuer; sein Expertenwissen in Sachen Regenwassernutzung war bundesweit gefragt. Als Ingenieur hatte er sich mit der Thematik bereits sehr früh und sehr detailiert auseinander gesetzt. Viele Lösungen musste er selbst entwickeln, weil der Markt für Regenwasseranlagen noch gar nicht da war.

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Pedelecs finanzieren

Fahrrad mit Rückenwind

Fahrrad mit Rückenwind, Foto: Wikipedia

Über 80 % der CO2-Emissionen in Arnsberg sind dem PKW-Verkehr zuzurechnen. Da begrüßen wir es außerordentlich, dass die Sparkasse ein Finanzierungsangebot für Pedelecs aufgelegt hat. Zusammen mit den örtlichen Fahrradhändlern werden die flotten Flitzer mit dem eingebauten Rückenwind so für jedermann finanzierbar.
Man achte beim Kauf auf Gewicht und Reichweite des Akkus. Besonders der Akku ist nämlich mit großen Qualitätsunterschieden behaftet. Empfehlenswert sind in jedem Fall Lithium-Mangan-Akkus, seit neuestem gibt es auch Lithium-Polymer-Akkus, die eine noch bessere Speicherleistung haben.
Hatten Pedelecs früher eine Art „Rentner-Nimbus“ als Fahrrad für alte Leute, steigen inzwischen auch immer mehr junge Menschen und  Berufstätige darauf um, für die das Fahrrad bisher als Transportmittel zu unkomfortabel war. Im Meeting durchgeschwitzt anzukommen, ist einfach nicht machbar.  Dank E-Antrieb ist dieses Hindernis ausgeräumt. Und wenn ich auf dem Heimweg gern ein bißchen mehr Sport habe, kann ich den Antrieb runterregeln oder ganz abschalten.

Gute Links zum Thema:

Informationen beim ADFC
Wikipedia

Leichter-fahren.de

Neue Filteranlage am Möhnebogen

06.09.2010 Zum Spatenstich für eine neue Filteranlage am Möhnebogen kam man am Montagmorgen zusammen, interessierte BürgerInnen, Politik, Verwaltung und die Kinder des Arche-Noah-Kinder-gartens mit ihren Betreuerinnen.
Seit im Jahr 2006 die Verseuchung von Möhne und Ruhr mit illegal entsorgten Chemikalien entdeckt wurde, bestand die Notwendigkeit der Wasserfilterung durch Aktivkohle. In den letzten Jahren geschah dies durch eine mobile Filteranlage; die blauen Filtereinheiten sind nun nur noch bis zur Fertigstellung des Neubaues in Betrieb.

Diese Investition von insgesamt rd. 9 Millionen Euro (eine Anlage am Möhnebogen, eine weitere im Langel bei Freienohl) wird ohne Landeszuschüsse, allein durch die Gebührenzahler aufzubringen sein. Ulrich Midderhoff, Geschäftsführer der Arnsberger GmbH & Co KG, erläuterte, dass die neuen Filteranlagen zu Mehrkosten „unter 10 %“ führen werden. Bei 40 m³ Wasserverbrauch (Durchschnitt eines Erwachsenen) beträgt der aufzubringende Betrag etwa 6-7 Euro. Das hört sich noch ganz anders an als im Januar 2009, als von Preissteigerungen von 25 % die Rede war.

Der PFT-Skandal hat deutlich gemacht, dass die Wasserversorgung aus Oberflächenwasser der Flüsse (bei uns sind es Ruhr und Möhne) mit immer mehr Schadstoffen zu kämpfen hat. PFT (perfluorierte Tenside) waren ein Notfall, dem ein krimineller Hintergrund zuzuordnen war. Arzneimittelrückstände, Flammschutzmittel, Hormone und viele weitere Spurenstoffe haben in Trinkwasser aber ebenfalls nichts verloren und werden mit den neuen Anlagen eliminiert. Die Filterstufe, die im Langel dazu kommt, verhindert zudem die Verunreinigung mit coliformen Keimen, die bei Hochwasser regelmäßig auftrat.

Verbesserungen für den Ruhrtalradweg vorgeschlagen

„Das Bessere ist der Feind des Guten“ sagt man, und nach diesem Motto haben wir eine Reihe kleinerer Verbesserungsvorschläge an die Verwaltung gegeben, die auch baldmöglichst umgesetzt werden sollen.

An einigen Stellen (Marienbrücke, Twiete, Tiergartenstraße, Bruchhausen u.a.) ist der Radweg einfach schwer zu finden, da gehören große Markierungen auf die Straße (Fahrrad-Piktogramme). Schon der Ortskundige fährt an manchen Abbiegungen vorbei, Radtouristen von auswärts erst recht. In der Twiete wurde schon Abhilfe geschaffen durch ein Piktogramm auf dem Asphalt, der radfahrende Mensch schaut schließlich oft nach unten, ein Hinweisschild in 2 Meter Höhe wird da schnell übersehen.

Der Spielplatz an der Jahnstrasse muß zum Radweg hin abgeriegelt werden; eine kleine Hecke würde reichen. Zu schnell ist ein kleines Kind entwischt.

An der Jägerbrücke verläuft der Radweg über die Bahngeleise und damit einige Meter an der Straße lang. Hier müssen Warnsignale hin, damit Autofahrer beim Einbiegen und Abfahren aufmerksam bleiben.
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Diegels Abschiedswitz: A 46 Trasse 12 „festgelegt“

15.7.10 Die Koalition in NRW ist geschmiedet, und das Stühlerücken treibt die ersten skurrilen Blüten. Da verabschiedet sich ein fast Ex-RP Diegel mit der Festlegung einer Trasse 12 zum Weiterbau der A46. Diese Trasse wurde schon vor langem als undurchführbar charakterisiert aus Menschen- und Naturschutzgründen. Aber Diegel erkannte auf einmal eine „einmütige Sicht der Dinge“. „Wer Visionen hat, sollte zum Arzt gehen“, hat Helmuth Schmidt mal treffend gesagt. (mehr …)

Landtagswahl 2010

09.05.2010 Ein fulminantes Wahlergebnis fuhren die Grünen bei der Landtagswahl ein: von 6,2% 2005 auf tolle 12,1% 2010 in NRW fast verdoppelt.
Wahlziel erreicht – DANKE!
Wahlziel Nr. 1 – die Abwahl der schwarz-gelben Landesregierung – ist erreicht.
Und damit ist die AKW-Laufzeitverlängerung, Kopfpauschale u.a.m auch erst mal vom Tisch – schwarz-gelb hat keine Bundesratsmehrheit mehr, um diese geplanten Änderungen durchsetzen zu können. Welche Koalition jetzt dabei rumkommen wird, ist jetzt Verhandlungssache…

25.05. Inzwischen sind die Sondierungsgespräche mit den Linken im ersten Anlauf gescheitert. Die Forderungen und NoGos auf Seiten der Linken waren derart unrealistisch (Abschaffung des Verfassungsschutzes, keine Stellenstreichungen im öffentlichen Dienst, überhaupt: keine Sparansätze, Demonstrationrecht gegen die eigene Koalition bei Streitigkeiten, DDR war keine Diktatur), dass zu einer Übereinkunft nicht zu kommen war.
Die FDP hatte sich von vorn herein in die Schmollecke begeben, indem sie Gespräche nur dann anbot, wenn niemand überhaupt erst mit den Linken spricht. Merkwürdiges Demokratieverständnis…
Die Einzelergebnisse der Wahl in Arnsberg und HSK unter „Wahlergebnisse“.

Bundesvorsitzender Cem Özdemir bei Trilux

22.04.2010 Cem Özdemir besuchte am 22.04. im Rahmen des Landtagswahlkampfes die Firma Trilux in Neheim. Begleitet wurde er von der Landesvorsitzenden, Daniela Schneckenburger.
Trilux ist als Leuchtenfabrikant ein echter Global Player, Marktführer in Deutschland mit 20 % Marktanteil, und Nummer 3 in Europa.
Als GRÜNE interessierten uns besonders die energiesparenden Systeme, die die Firma in den letzten Jahren bevorzugt entwickelt hat. Der Anteil der Beleuchtung am gesamten Strombedarf beläuft sich weltweit auf 19 %, in Westeuropa sind es immerhin 11 %. Das bedeutet ein ungeheures Einsparpotential, denn alte Beleuchtungskörper werden erfahrungsgemäss erst dann ersetzt, wenn sie wirklich kaputt sind. Und wann geht schon einmal eine Lampe (nicht Birne) kaputt? Von Energieeffizienz ist gerade bei der Beleuchtung oft keine Spur.

Trilux-Geschäftsführer Dietmar Zembrot stellte besonders die neu entwickelte und bereits mit dem red-dot-award ausgezeichnete LED-Büroleuchte „Neximo“ vor.

Auch die Straßenbeleuchtung ist wichtiges Thema, allein in Deutschland wird ein Einsparpotential von 2,7 Mio. Euro erwartet. LED-Straßenlampen werden immer gefragter, und Trilux hat ein „Upgrade-System“ entwickelt, mit dem herkömmliche Straßenlampen blitzschnell und kinderleicht umgestellt werden können.

Bedauerlich, so die Mitarbeiter, ist die mangelnde Qualitätskontrolle auf dem Beleuchtungsmarkt. Es gibt keine Trilux LampeÜberprüfung von Herstellerangaben auf die Seriösität der Aussagen zu einem Produkt. Und die sind teilweise erheblich neben der Realität, sei es bei Leuchtkraft, bei Lebensdauer oder bei sonstigen Kriterien, die die Qualität der Produkte ausmachen.

Versprochen wird so manches, aber hohe Qualität muß sich auch im Preis niederschlagen. Wenn die versprochene Leistung nur auf dem Papier steht, ist das bedrohlich für die, die ihre Versprechen auch einlösen, und die damit verbundenen Mehrkosten auch wirklich haben.