Parkplätze sind nicht alles

Zur Sitzung des Bezirksausschuss Neheim am 18.02.2020 haben CDU und SPD die Initiative zur Schaffung vieler weiterer Autostellplätze an der Ackerstraße ergriffen. Als geeignet wird die Wiese direkt neben dem Erlenbruch-Sportplatz gesehen.
Wir stehen der Schaffung zusätzlichen unbewirtschafteten Parkraums (die Rede ist von von 80-90 Stellplätzen) und dem Wegfall von Grünflächen für diesen Zweck sehr kritisch gegenüber. Dieses Vorhaben steht den Grundsätzen städtischen Handelns und Planens entgegen.
Im Masterplan Mobilität ist unser städtisches Ziel festgeschrieben, den Anteil der Autos am Arnsberger Verkehr von 71 % im Jahr 2015 auf 50 % in 2030 zurück zu fahren. Um solche Ziele zu erreichen, ist die Schaffung zusätzlicher kostenloser Parkflächen (auch wenn sie nur temporär geschaffen werden sollten) kontraproduktiv.

Der Parkdruck in der Innenstadt wird sich dadurch nicht verringern, sondern es bedarf der konsequenten Umsetzung städtischer Parkraumbewirtschaftung, um Anwohnerparkplätze auch für diese vorhalten zu können. (Wo Anwohnerparken dran steht, muss auch ein Anwohner drauf stehen). Beim Fachdienst Parkraumbewirtschaftung sieht man zudem die zunehmende Wirksamkeit der neuen Leitsysteme, die den Parksuchverkehr immer besser leiten und verringern.

Zusätzliche Gefahr auf dem Schulweg
Ein neu geschaffener Parkplatz neben dem Erlenbruch-Sportplatz führt außerdem zu motorisiertem Querungsverkehr auf dem dort vorhandenen Rad- und Schulweg, was Gefahren für den Fuß- und Radverkehr bedeutet.
Die Zweckentfremdung einer Grünfläche widerspricht nicht zuletzt einem gerade erstellten Rahmenkonzept für die öffentlichen Grünflächen und der Teilnahme an einem Zusammenschluss nachhaltiger Kommunen beim Label „StadtGrün naturnah“.
Wir müssen endlich weg von Versprechen auf die Zukunft, die in der Gegenwart schon gebrochen werden.

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