Röhrtalbahn-Reaktivierung: Kein Kreistagsbeschluss zum Schaden der Kommunen!

Der Gleisanschluss für die Röhrtalbahn ist da, lasst sie endlich fahren!

Die Kreistagsfraktion der CDU hat einen Antrag zum Abbruch der Reaktivierung der Röhrtalbahn eingebracht. Wir – B‘90/Die GRÜNEN im Rat der Stadt Arnsberg – fordern Bürgermeister Bittner auf, zusammen mit seinem Sunderner Amtskollegen Brodel die bestehenden Beschlüsse der Arnsberger und Sunderner Räte weiterhin umzusetzen und den Landrat aufzufordern, zuwiderlaufende Beschlüsse zu missbilligen.

Die Reaktivierung der Röhrtalbahn wird von den Städten Arnsberg und Sundern als wichtiger Baustein der kommunalen Mobilitätsstrategie und der Nachhaltigkeitsstrategie gesehen, zudem als Frequenzbringer für die obere Ruhrtalbahn als wichtigster Verkehrsinfrastruktur der Region. Entsprechende Beschlüsse bestehen und repräsentieren ca. 40% der Einwohner des Hochsauerlandkreises. Die städtischen Ziele, klimafreundliche Mobilität auszubauen und zu verstärken, werden durch den Anschluss Sunderns an das nationale Bahnnetz durch Reaktivierung der Röhrtalbahn deutlich unterstützt. Der viel zu hohe Autoverkehr im Röhrtal belastet Umwelt und Menschen gleichermaßen. Die Bahn wird diese Belastung verringern. Laut vorliegenden Gutachten im Auftrag des HSK und dem Zweckverband SPNV Ruhr-Lippe würden ca. 1000 Personen täglich zusätzlich den dann schnelleren ÖPNV zwischen Sundern und Bahnhof Neheim-Hüsten nutzen, das bedeutet gleichzeitig auch entsprechend weniger Autoverkehr im meist stark verstopften Röhrtal. Das ist effizienter Klimaschutz, verbunden mit einem komfortablen Reiseangebot für Berufstätige, für den Tourismus und für Menschen ohne Auto oder Führerschein. Das ist nachhaltige und zukunftsweisende Mobilität! Der mögliche Güterverkehr, der über die Schiene abgewickelt werden könnte, ist da noch nicht einmal eingerechnet.

Auf Grundlage der kommunalen Beschlüsse wurde 2014 das Gutachten erstellt, das die Reaktivierung der Röhrtalbahn als volkswirtschaftlich rentabel klassifizierte. Ein Beschluss gegen die Reaktivierung würde unserer Stadt Schaden zufügen. Ein Landrat hat die Pflicht, Schaden von den Kommunen abzuwenden. Wir fordern Landrat Schneider daher auf, im Sinne seiner Dienstpflicht zu handeln und einen schädlichen Beschluss (wenn er denn gefasst würde) zu missbilligen.

Nachtrag 2.Juli 2019: Die Kreisfraktion der CDU zieht den Antrag zurück und stellt eine Menge Fragen, deren Antwort sie vor Antragstellung hätte kennen sollen. Nun ja, besser spär als nie.

Dieser Artikel als Hörversion.

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