RWE ist kein glaubwürdiger Sponsor mehr

Seit vielen Jahren zeigt sich die RWE in Sachen Klimaschutz als janusköpfig: nach außen werden Klimaschutz und Energieeffizienz als konzerneigene Tugenden verkauft, auf der anderen Seite steigern sie den Braunkohleabbau und versuchen die größten Kraftwerksdreckschleudern bis zum letzten gesetzlich zugelassenen Tag am Laufen zu halten. Die RWE hat sich als Bremser der Energiewende hervorgetan, hat sich vehement gegen den Atomausstieg gewehrt und den Staat auf Milliarden Schadensersatz verklagt, anstatt die Zeichen der Zeit zu erkennen und endlich einen ernsthaften Konzernumbau zu betreiben.
Und nun der Hambacher Forst. Für diesen Tagebau in der Eifel holzt RWE seit Jahren einen uralten Buchenwald ab, ein echtes Kleinod, mit Genehmigung aus den 70er Jahren. Rechtens also, aber eben gegen jeden umweltpolitischen Zeitgeist und gegen Natur, Mensch und Klima.

RWE wäscht sich gern grüner als es ist...Aus diesem Grund haben wir uns entschlossen, einen Antrag zu stellen, der die Doppelmoral dieses Konzerns angreift. Der sogenannte „Umwelt- und Klimaschutzpreis“ der Stadt Arnsberg soll nicht mehr im Namen und Auftrag der RWE (bzw. ihres Tochterunternehmens innogy) vergeben werden. Wir sind der Meinung: Die Glaubwürdigkeit des Preises wird durch diesen Sponsor beschädigt.
Bei Preisgeldern von 5000 EUR sehen wir die Möglichkeit der Neuordnung des Klimaschutzpreises mit anderen Sponsoren als sinnvollen und gangbaren Weg an. Die Öffentlichkeitswirkung der Preisverleihung unter dem Namen des landesgrößten Kohleverstromers ist ein „Greenwashing“ ersten Ranges und soll nicht weiter unterstützt werden.

Hier der Antrag zum Download

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