Unsere Schwerpunkte:
Wasser
ohne Chemie
Sauberes Wasser ist unser wichtigstes Gut. Der PFT-Skandal hat uns kalt
erwischt. Wir fordern die Offenlegung aller giftbelasteten Flächen!
Wir fordern Transparenz:
detaillierte Messwerte statt undurchschaubarer Durchschnittswerte. In
unseren Flüssen schwimmt inzwischen ein Stoffgemisch aus vielerlei
Chemikalien, deren Einzelwerte zwar unter den gesetzlichen Vorgaben liegen,
deren Wechselwirkungen aber völlig unbekannt sind. Der beste Schutz
für unser Trinkwasser ist daher nicht die teuerste Filteranlage,
sondern striktere Regeln für den Umgang und den Einsatz von Chemikalien.
Was der Ruhrverband in seinen Kläranlagen nicht in den Griff bekommt,
darf gar nicht erst als Abwasser dort angenommen werden.
Energiewende für Arnsberg
Etwa ein Fünftel aller verbrauchten Energie bundesweit wird durch
Ineffizienz verschwendet. Zu langsames Umsetzen von
Energiesparmaßnahmen
heißt nicht nur Energieverschwendung und unnötige Verschärfung
des Klimawandels, sondern auch noch Verschwendung von Steuergeldern. Wir
brauchen Energieeinsparkonzepte für alle öffentlichen Gebäude.
Wir brauchen moderne Heizungssysteme, die mit Brennstoff aus lokaler Herstellung
(besonders Holz) betrieben werden können. Wir wollen Bürgersolaranlagen
in unserer Stadt! Sie bieten den BürgerInnen ordentliche Renditemöglichkeiten,
das bindet Kapital vor Ort. Der Weg, die Umwelt zu schonen und auch hier
den Haushalt zu entlasten, wird erst jetzt allmählich beschritten.
Stromerzeugung muss auf Kohle und Atomkraft verzichten. Als Kommune haben
wir eine Vorreiterrolle und die besondere Verpflichtung, Strom von verantwortungsbewussten
Unternehmen zu beziehen.
Interkommunales Handeln
Wir
brauchen eine offensivere Wirtschaftspolitik. Gewerbliche Neuansiedlungen
sind Mangelware in dieser Stadt. Gewerbeflächen zur Verfügung
zu stellen, reicht nicht zur Wirtschaftsförderung. Um ansiedlungswillige
Unternehmen vom Standort zu überzeugen, gehört heute ein Allround-Service
dazu, der sämtliche bürokratischen Notwendigkeiten und Hemmnisse
aus dem Weg räumt. Wir brauchen mehr regionale Zusammenarbeit mit
den Nachbarkommunen, das wird auch durch den demografischen Wandel immer
notwendiger. Die Vermarktung regionaler Produkte muss besser gefördert
werden. Das ist nachhaltig und stärkt die strukturelle Basis unserer
Region.
Arbeitslosigkeit besser begleiten
Die Zielsetzung der Agenda 2010 war das Fordern und Fördern. Gefördert
wird leider viel zu wenig. Es ist nicht richtig, wenn Hartz IV-EmpfängerInnen
für ein halbes Jahr zu einer stupiden „gemeinnützigen
Arbeit“ herangezogen werden, ohne dass sich dadurch ihre Chancen
auf dem ersten Arbeitsmarkt erhöhen. Wir brauchen kommunale Beschäftigungsprojekte
mit vernünftigen
Qualifizierungsmöglichkeiten.
Wir kämpfen für mehr Förderung, damit aus der Arbeitslosigkeit
keine Hoffnungslosigkeit wird.
Gute Schulpolitik
Die Förderung der SchülerInnen in der Ganztagsbetreuung muss
durch Fortbildungsmaßnahmen für die Mitarbeiter qualitativ
verbessert werden. Es ist sicher zu stellen, dass die Mitarbeiter weitmöglichst
angestellt sind und nicht mit niedrigen Honorarverträgen abgespeist
werden.
Wie in anderen Städten brauchen wir auch in Arnsberg eine
Verbundschule
(Verbindung von Real- und Hauptschule), um die Weiterexistenz der Schule
vor Ort zu ermöglichen. Die Chancen für Kinder mit Migrationshintergrund
an weiterführenden Schulen müssen verbessert werden.
Für eine Zukunft mit Gestaltungsmöglichkeiten
Arnsberg ist verschuldet wie nie. Das Motto war leider immer eher: „Prasse
in der Zeit, dann sparst du in der Not“ in Umkehrung eines bekannten
Sprichwortes. Dies schränkt seit Jahren die Handlungsfähigkeit
der Stadt immer mehr ein. Viele umstrittene
Entscheidungen
werden in nichtöffentlichen Sitzungen und Gremien gefällt. Die
Einrichtung einer Bürgersprechstunde des Rates sollte den BürgerInnen
mehr Mitsprachemöglichkeit einräumen. Auch die Öffentlichkeit
der Sitzungen bei Entscheidungen, die den städtischen Haushalt betreffen,
sollte selbstverständlich sein. Mehr Transparenz kann uns Entscheidungen
ersparen, die für kommende Generationen folgenschwer sind. Investitionen
sollten belegbare Ausgabenreduzierungen oder Mehreinnahmen nach sich ziehen,
um auf Dauer haushaltsentlastende Wirkung zu erreichen.
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