Schwimmbad in Herdringen soll bleiben

Zur gemeinsamen Sitzung des Ausschusses für Kultur, Tourismus, Sport und Weiterbildung sowie der Bezirksausschüsse Bruchhausen, Herdringen, Holzen, Hüsten und Müschede am 01. März 2018 haben wir gemeinsam mit der CDU den Antrag auf Erhalt des Lehrschwimmbeckens am Standort Herdringen beantragt.
Es ist keine einfache Entscheidung, denn die von der Verwaltung erstellte Beschlussvorlage bot zwar zwei Beschlussvarianten, aber einige Unwägbarkeiten hinsichtlich der Folgekosten. Eine Sanierung in Herdringen sollte laut Verwaltung aus Fördermitteln für „Gute Schule“ finanziert werden. Diese Mittel sind aber nicht einfach frei verfügbar, sondern sind für schulische Baumaßnahmen beabsichtigt, für die es aber noch keine Prioritätenliste gibt. Klar ist allerdings: Die festgelegten 1,88 Mio. Euro (rund 60% der vom Land genehmigten Mittel) würden an anderen Stellen fehlen. Darum müssen andere Fördertöpfe geprüft werden, oder Umschichtungen im Haushalt erfolgen. So lautet unser Antrag.
Bei der Ortsbegehung in Herdringen waren wir mit fünf Fraktionsmitgliedern vor Ort, um uns selbst ein Bild zu machen. Fachdienstleiter Kilpert erläuterte den vielen Interessierten die Schäden am Gebäude, die besonders offensichtlich zutage treten. Allerdings könnten diese sichtbaren Schäden nur die Spitze des Eisbergs sein, denn durch jahrelanges unbeachtetes Einsickern des gechlorten Wassers in die Fundamente fürchtet man die Bausubstanz in hohem Maße geschädigt. Was dadurch an realen Kosten für die Sanierung des Turn- und Schwimmzentrums auf die Stadt zukommt, kann die Verwaltung nicht beziffern. Baufachleute der Fraktionen stufen das Risiko geringer ein, trotzdem ist nicht auszuschließen, dass ein Neubau am NASS wirtschaftlicher sein könnte.
Aber Herdringen hat viele junge Familien, das Schwimmbad ist ein wichtiger dörflicher Mittelpunkt und Kommunikationsraum, und für so manche Eltern war dieses Sportangebot ein Argument für den Zuzug. Eine Konzentration am NASS hätte für die dörfliche Gemeinschaft einen herben Verlust bedeutet. Arnsberg ist derart weit auseinandergezogen, dass wir den randgelegenen Dörfern nicht solche wichtigen Einrichtungen entziehen dürfen.

Der Antrag zum Download

Dieser Artikel als Hörversion.

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