Solarausbau auf geeigneten Flächen

Der Ausbau der nachhaltigen Energieerzeugung wird von der Stadt Arnsberg seit langem voran getrieben. Die Flächen für Windenergie sind im bergigen Sauerland allerdings nicht leicht zu finden, zudem genießt die solare Energieerzeugung in der Bevölkerung eine wesentlich höhere Akzeptanz. Leider ist sie nach diversen Verwässerungen des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) bei weitem nicht mehr so rentabel wie zu Anfangszeiten des (unter rot/grün beschlossenen) Gesetzes, denn die Einspeisevergütungen wurden so weit abgesenkt, dass wir inzwischen bei 12,2 ct pro Kilowattstunde liegen. Die Stromkonzerne haben mit ihrer Lobbyarbeit viel erreicht.
Durch diese Entwicklung sind Solarparks heute ebenfalls weitgehend unrentabel geworden, wenn sie nur der Stromerzeugung ohne Eigenverbrauch dienen. Wir haben darum einen Antrag verfasst, den Solarausbau auf kommunalen Gebäuden auszubauen, und keine Gewerbeflächen für diesen Zweck zu nutzen. Die Nachfrage nach diesen Flächen ist im Moment sehr hoch, und außer den Flächen in Wildhausen stehen uns keine ausgewiesenen und bezugsfertigen Gewerbegebiete mehr zur Verfügung. Dort einen Solarpark zu errichten (SPD-Antrag vom Mai 2018) halten wir daher nicht für sinnvoll.

Umso sinnvoller aber ist die Nutzung von Dachflächen auf städtischen Gebäuden. Überfällig ist z.B. eine Solaranlage auf dem Dach des Campus im Niedereimerfeld, auch auf der neu entstehenden Kita Krümelkiste mit Flachdach sollte sofort eine Solaranlage gebaut werden.
Des Weiteren beantragten wir eine Überprüfung sonstiger geeigneter städtischer Gebäude, insbesondere der Schulgebäude, die wir mit Sicherheit noch jahrzehntelang nutzen werden (Franz-Stock-Gymnasium, beide Sekundarschulstandorte u.ä.).
Auf solchen Dächern Solaranlagen zu installieren und den Eigenverbrauch der Immobilien darüber zu senken ist hochrentierlich und im Sinn einer klimafreundlichen Stadtentwicklung, zu der sich die Stadt Arnsberg mit Verabschiedung des Klimaschutzkonzeptes verpflichtet hat. (Zielsetzung u.a. Reduktion des CO2-Ausstoßes alle 5 Jahre um 10%).

Der Antrag zum Download.
Der Antrag als Hörversion:

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