Solarausbau auf geeigneten Flächen einstimmig im Rat beschlossen!

Solar auf Dachflächen beschlossenAm 02.07.19 hat der Rat der Stadt Arnsberg einstimmig unseren 2018 gestellten Antrag „Solarausbau auf geeigneten Flächen“ beschlossen. Um einen kontinuierlichen Zuwachs an Solaranlagen zu erreichen, hatten wir zusammen mit der CDU den Antrag formuliert, Solaranlagen auf allen städtischen Gebäuden einzurichten, wo ein möglichst hoher Eigenverbrauch garantiert ist. Wenn selbst erzeugter Solarstrom ins Netz eingespeist wird, beträgt die Einspeisevergütung nur noch ca. 11 Cent/KWh. Wenn ich den selbst erzeugten Strom direkt selber nutzen kann, werden hingegen ca. 20 Cent/KWh Stromkosten gespart und somit auch verdient.
In privat genutzten Häusern wird tagsüber, wenn die Sonne scheint, nur wenig Strom verbraucht. In Verwaltungsgebäuden, aber auch in Schulen und Kitas wird aber tagsüber der meiste Strom verbraucht. Deswegen ist die Eigennutzung von selbst erzeugtem Solarstrom auf solchen Gebäuden nicht nur ökologisch und nachhaltig, sondern auch sehr wirtschaftlich.
Gleichzeitig widersprachen wir mit unserem „Solar auf Dächer“-Antrag dem SPD-Antrag, eine Freiflächensolaranlage im Gewerbegebiet Wildshausen zu bauen. Gewerbeflächen sind kostbar und in unserer Stadt im Ruhrtal kaum noch vorhanden. Die wenigen noch vorhandenen Flächen sollten also auch gewerblichen Ansiedlungen von Firmen vorbehalten sein. Die SPD hat Ihren Antrag mittlerweile zurück gezogen.

Es wurde auf unseren Antrag hin nun grundsätzlich beschlossen, bei allen städtischen Gebäuden die Dachflächen auf Eignung für Solarstromerzeugung zu prüfen. Bei Neubauten muss generell eine Solaranlage mitgeplant werden, mit der wirtschaftlichen Betrachtung auf 20 Jahre, eine etwaige Nichterrichtung muss nachvollziehbar begründet werden.

Auf Flachdächern wie hier bei der Kita Pusteblume lassen sich Solaranlagen besonders leicht installieren

Schon im Vorfeld des endgültigen Beschlusses am 02.07.19 zeigte unser Antrag Wirkung: Die zu dem Zeitpunkt unseres Antrages gerade in Bau befindliche Kita „Pusteblume“ in Alt-Hüsten hat sofort eine Photovoltaik-Anlage auf das Dach bekommen, auch der Kindergarten Krümelkiste erzeugt bald eigenen Strom. Mit jeder errichteten Solaranlage auf städtischen Dächern rücken wir unserem Ziel der klimaneutralen Stadt ein kleines Stück näher. Und geben Beispiel für die BürgerInnen unserer Stadt, die sich hoffentlich inspirieren lassen vom Anblick städtischer Bauten mit Solardach und sich selbst was aufs Dach zimmern, um wenigstens den eigenen Strom zu erzeugen. Die Energiewende „von unten“ ist nämlich die beste!

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