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08Jul

Was war im Rat der Stadt Arnsberg 3

Ökostrom für alle öffentlichen Gebäude der Stadt Arnsberg

Ökostrom ja bitteDie Energiewende ist in Deutschland beschlossen. Schon lange vor dem Beschluss des Bundestages beantragten Grüne und CDU in der Stadt Arnsberg die Einführung von ÖKO-Strom. Und zwar für den Stromverbrauch aller öffentlichen Gebäude der Stadt Arnsberg (Schulen, Kindergärten, Verwaltung …) und für die komplette Straßenbeleuchtung. Die Ausschreibung nach den Kriterien des strengen OK-Power-Labels war nun abgeschlossen. Der Rat hat in seiner Sitzung am 06.07.11 mit mehrheitlichem Beschluss den Stromeinkauf für die nächsten Jahre nun an 100%-Ökostrom-Anbieter vergeben. Übrigens zu einem hohen 6-stelligen Betrag günstiger als die bestehenden Lieferverträge mit “Egal-Strom” (überwiegend Kohle- und Atomstrom). Die ca. 14 Mio kWh Stromverbrauch der Stadt Arnsberg pro Jahr reduzieren durch die Umstellung auf 100% Ökostrom den CO2-Ausstoß der Stadt Arnsberg um ca. 8000 to. im Jahr! Ein weiterer Schritt in der Energiewende hier vor Ort.

Auf eine Neuanlagenquote wurde verzichtet, nachdem von Seiten der FDP schon im Vorfeld der Ausschreibung mit Klage wegen eventuell entstehenden Mehrkosten gedroht wurde. Stattdessen wird diese Ersparnis nun investiert in Anlagen zur Erzeugung erneuerbarer Energie hier in Arnsberg, und damit ein eigener Beitrag zur Steigerung der Neuanlagenquote geleistet. Kommunale, dezentrale Energieerzeugung aus regenerativen Energien ist die Zukunft. Und sorgt mittelfristig sogar für Haushaltsmehreinnahmen in der Stadtkasse (durch Einspeisevergütungen und ggf. zusätzliche Gewerbesteuereinnahmen).

08Jul

Was war im Arnsberger Rat 2

Holzhackschnitzelheizwerk

Schritt für Schritt werden wir die Energieversorgung in öffentlichen Gebäuden umstellen. Ein Projekt war seit langem die Errichtung eines Holzhackschitzelheizwerks als Ersatz für die weitgehend veraltete Heiztechnik für die Schul- und Sportgebäude am Berliner Platz.
Die Hackschnitzelheizung für den Schulkomplex am Berliner Platz rentiert sich schon, wenn man nur die städtischen Schulen anschließt. Besser ist, wenn man die Schulen des HSK mit einbezieht.
Holz zu verbrennen schafft Arbeitsplätze vor Ort und verhindert den Ausstoß des Klimagases CO². Auch die wirtschaftliche “Wertschöpfung” (z.B. durch die Erzielung zusätzlicher Gewerbesteuereinnahmen) erfolgt hier in Arnsberg. Statt bei gazprom, Shell oder Exxon. Ein weiterer Schritt in der Energiewende hier vor Ort. Kommunal und dezentral.
Es ist für uns unbegreiflich, dass die Arnsberger SPD auch dieses Projekt ablehnte (die von ihrer Seite verlangte Verschiebung in den nächsten Sitzungslauf war aus Planungsgründen indiskutabel). Von der FDP ist man inzwischen Kummer gewöhnt, natürlich lehnten die auch ab, weil die Wirtschaftlichkeit am besten dadurch dargestellt würde, wenn man das Franz-Stock-Gymnasium gleich ganz neu bauen würde. Naja. Ob das angesichts der Haushaltslage realistisch ist?

08Jun

Atomaustieg – Sonder-BDK am 25. Juni 2011 in Berlin

Sonder BDK in der Messe Berlin 25.06.2011 - Empfang durch AKW-GegenerZeit für einen grünen Energiekonsens

Am 25. Juni 2011 wird die Basis von B90/Die Grünen auf einem kurzfristig einberufenemSonder BDK in der Messe Berlin 25.06.2011 - Empfang durch AKW-Gegener Sonderparteitag in Berlin darüber entscheiden, ob unsere grüne Bundestagsfraktion dem schwarz-gelben Atomausstieg zustimmen soll oder nicht. Bzw. über Änderungsanträge, teilweise Zustimmungen oder Ablehnungen …, die zwischen ja und nein dazu denkbar und sinnvoll sind.

Hard Stuff

Insgesamt hat das Bundeskabinett am 06.06.11 acht Gesetzesänderungen beschlossen, alle mehr oder weniger “mit der heißen Nadel” binnen weniger Tage gestrickt. Das sind gut 700 Seiten Gesetzestexte, die in der Summe den Atomausstieg regeln und vor der Sommerpause vom Bundestag beschlossen werden sollen. Diese 700 Seiten müssen sorgfältig geprüft und beraten werden, dann müssen wir Grünen uns entscheiden, ob wir diese Gesetztesänderungen so mittragen. Merkel möchte den Atomausstieg mit möglichst großer Mehrheit, also auch mit den Stimmen der Grünen und der SPD im Bundestag beschließen lassen.

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22Apr

Bundesvorsitzender Cem Özdemir bei Trilux

22.04.2010 Cem Özdemir besuchte am 22.04. im Rahmen des Landtagswahlkampfes die Firma Trilux in Neheim. Begleitet wurde er von der Landesvorsitzenden, Daniela Schneckenburger.
Trilux ist als Leuchtenfabrikant ein echter Global Player, Marktführer in Deutschland mit 20 % Marktanteil, und Nummer 3 in Europa.
Als GRÜNE interessierten uns besonders die energiesparenden Systeme, die die Firma in den letzten Jahren bevorzugt entwickelt hat. Der Anteil der Beleuchtung am gesamten Strombedarf beläuft sich weltweit auf 19 %, in Westeuropa sind es immerhin 11 %. Das bedeutet ein ungeheures Einsparpotential, denn alte Beleuchtungskörper werden erfahrungsgemäss erst dann ersetzt, wenn sie wirklich kaputt sind. Und wann geht schon einmal eine Lampe (nicht Birne) kaputt? Von Energieeffizienz ist gerade bei der Beleuchtung oft keine Spur.

Trilux-Geschäftsführer Dietmar Zembrot stellte besonders die neu entwickelte und bereits mit dem red-dot-award ausgezeichnete LED-Büroleuchte “Neximo” vor.

Auch die Straßenbeleuchtung ist wichtiges Thema, allein in Deutschland wird ein Einsparpotential von 2,7 Mio. Euro erwartet. LED-Straßenlampen werden immer gefragter, und Trilux hat ein “Upgrade-System” entwickelt, mit dem herkömmliche Straßenlampen blitzschnell und kinderleicht umgestellt werden können.

Bedauerlich, so die Mitarbeiter, ist die mangelnde Qualitätskontrolle auf dem Beleuchtungsmarkt. Es gibt keine Trilux LampeÜberprüfung von Herstellerangaben auf die Seriösität der Aussagen zu einem Produkt. Und die sind teilweise erheblich neben der Realität, sei es bei Leuchtkraft, bei Lebensdauer oder bei sonstigen Kriterien, die die Qualität der Produkte ausmachen.

Versprochen wird so manches, aber hohe Qualität muß sich auch im Preis niederschlagen. Wenn die versprochene Leistung nur auf dem Papier steht, ist das bedrohlich für die, die ihre Versprechen auch einlösen, und die damit verbundenen Mehrkosten auch wirklich haben.

21Sep

Biotonne für Arnsberg

Schon im August 2005  stellten wir den Antrag, in Arnsberg die Biotonne einzuführen. Die Verwaltung legte nach einigem Hin und Her  zur Ratssitzung im September 2007  endlich eine Drucksache zum Thema vor, die zur Ablehnung unseres Antrages auffordert. Dabei kann jeder Bürger sparen, indem er das Gewicht seiner Tonne deutlich reduziert (wie es Eigenkompostierer selbstverständlich tun). Viel wichtiger aber ist die enorme Wassermenge des Arnsberger Müllgemisches, die verdampft werden muß und dabei hohen Energieeinsatz erfordert. Mit dem ab 01.06.2005 geltenden neuen Abfallverordnung muss eine thermische Vorbehandlung des Hausmülls erfolgen. Je höher der Anteil organischen Materials im Müll ist, desto aufwändiger ist die Entsorgung.
Hier der Antrag Biotonne
Der Antrag wurde mehrheitlich abgelehnt. Das Hauptargument lautete: bloss nicht noch eine Tonne, wohin damit?! Keine zukunftsweisende Argumentation, aber so scheinen die Prioritäten nun mal zu sein. Wir werden das Thema wieder aufgreifen.

01Jul

Brand im AKW Krümmel

01.07.07  Seit zwei Tagen Brand im Vattenfall AKW Krümmel und Brunsbüttel. In Brunsbüttel scheint man gelöscht zu haben, aber in Krümmel geht Merkwürdiges vor sich. Um Mitternacht kommt die Meldung, man habe “einen Brandherd noch nicht erreichen können”. Das hört sich aber nicht schön an. Das Ding lässt sich nicht mehr löschen? Nennt man das nicht einen GAU? Die Meldung kommt nur dieses eine Mal, aber zwei Tage später meldet Vattenfall Pannen bei der Abschaltung und “versehentlich gelöschte Daten” des Störfalls. Da haben wir wohl mal wieder ganz schön Glück gehabt.

07Nov

Strommultis bremsen beim Netzausbau

07.11.06 Europa hat Stromausfall, und schuld hat natürlich sofort die böse, böse Windkraft, die zu viel Strom eingespeist habe. Dabei war der Tag gar nicht besonders windig, nein, die Strommultis möchten nur nicht gern zugeben, dass sie statt der eingenommenen 20 Milliarden für “Netzausbau” zu diesem Zweck immer nur 2,5 Milliarden wieder ausgeben. Darum brach die Versorgung nach Abschaltung einer wichtigen Versorgungsleitung über die Ems eben zusammen, Dominoeffekt. Die CDU in Person Christa Thobens fordert nun als erstes, Windbauern müßten nun ihren Strom selber speichern. Solche Speicher gibt es aber bisher nur als Forschungsprojekt in Italien. Schade eigentlich, für solche Projekte gehen ehrgeizige Wissenschaftler auch gern ins Ausland, weil dafür die Nobelpreise vergeben werden…