Der WWF hat eine gute Kampagne gestartet: fleischfrage.wwf.de
Die weltweite Fleischproduktion hat sich seit 1970 verdreifacht. Das ist eine katastrophale Entwicklung für den Planeten.
Jeder Deutsche isst pro Jahr im Schnitt rund 60 kg Fleisch. Gesund wäre weniger als die Hälfte. Neueste Forschung geht sogar von einem Zusammenhang dieses hohen Fleischkonsums und der Zunahme an Demenzerkrankungen aus. Aber unsere eigenen gesundheitlichen Schäden sind noch nicht das Schlimmste. In einer Studie weist der WWF nach, dass bis zu 18 % der Treibhausgasemissionen von der Viehwirtschaft verursacht werden. Jede furzende Kuh erzeugt Methan, das 23 x schädlicher auf die Ozonschicht wirkt als CO2. Wenn wir alle wieder zum früher üblichen “Sonntagsbraten” zurückkehren würden, würde das den Klimawandel entscheidend bremsen.
Die Fleischfrage
Dioxin im Ei
Ein gutes neues Jahr! Leider fängt es gleich mit einem handfesten Lebensmittelskandal an, dioxinverseuchte Eier durch Verfütterung vergifteter Fettreste. Das (grüne) NRW-Ministerium hat die betroffenen Nummern bereits veröffentlicht. Ein Futtermittelhersteller hatte technische Fette aus der Diesel-Produktion für Tiernahrung genutzt. Die Firma ist inzwischen liquidiert, die betroffenen Bauern schauen in die Röhre, was Entschädigungszahlungen anbelangt. Viele mussten ihre Betriebe vorläufig schliessen, für konventionelle Eier besteht weiterhin Vermarktungs-Notstand, weil die Verbraucher in Folge des Skandals auf Bio-Eier umschwenkten. Wie irreal die Angst vor dem Gift im Ei ist, zeigt dieser taz-Artikel.
Clothianidin tötet Bienen
30.09.08 In diesem Jahr starben vor allem in Süddeutschland 300 Mllionen Bienen an Clothianidin, einem Gift dass über das Beizmittel “Poncho” eigentlich nur unter der Erde aktiv sein sollte. Doch parbleu, bei der Aussaat wurde das Mittel freigesetzt, weil moderne Sämaschinen mit Druckluft arbeiten; es entstand Abrieb. Das kann ein Saatgutkonzern wie Bayer natürlich nicht wissen…. In Frankreich wurde das Mittel inzwischen endgültig verboten, in Deutschland nicht. Das Bundesamt glaubt, das Beizmittel könne nicht in die Blüten gelangen.
Täglich neues Gammelfleisch
15.09.06 Gammelfleisch – täglich wird eine neue Charge grün-schillernder Köstlichkeiten in einem Kühlhaus ausgegraben, man fragt sich, wieso auf einmal so eine Welle losbricht… Man hat nie richtig nachgesehen. Eine Studie über die Kontrolltätigkeit der Bundesländer sieht NRW auf dem letzten Platz, mit 14 von 64 Punkten. Sachsen liegt auf dem ersten Platz mit 48 Punkten.
Veröffentlicht in der TAZ, wie auch dieser Artikel: Gutes Fleisch hat seinen Preis.




