Viadukt-Gefahrenstelle für Radverkehr entschärfen

Viadukt-AktionAm Viadukt in Muffrika (AltArnsberg) sind schon viele Unfälle passiert, weil RadfahrerInnen bei der Querung der Gleise nicht absteigen. Da stehen zwar Schilder, aber sie werden nicht gesehen, und die Gleise sehen einfach nicht gefährlich aus. Nach einem weiteren Unfall vor einigen Tagen haben wir unsere Ortsverbandsversammlung kurzerhand unter das Viadukt verlegt, viel Kreide mitgenommen und in buntesten Farben die Straße bemalt. Jemand war schon vor uns da und hatte denselben Gedanken: Mach bunt, damit es auch die sehen, die nur auf den Boden starren beim Fahrradfahren!
Und so ist die Gefahrenstelle nun wenigstens auffallender, kreativ gestaltet und auch für Auswärtige besser als solche zu erkennen. Außerdem haben wir an den Fahrradbeauftragten die unangenehme Schotteransammlung auf der westlichen Seite des Bahndammes gemeldet mit der Bitte, diese kurzfristig zu beseitigen.
Wer von Neheim kommt und die Gleise von links nach rechts überquert, kommt da schnell ins Rutschen. Das Problem entsteht laufend neu durch Nachrutschen von Schotter vom höher gelegenen Fuß des Bogensockels, da müsste mal eine Abschlusskante angebracht werden, damit das Material oben bleibt.

Warum man nicht einfach eine Fahrbahnmarkierung wie in der Kleinbahnstraße anbringt? Deutscher Verordnungsdschungel der dichtesten Art. Haltelinien auftragen ist nicht erlaubt bei befahrenen Bahnübergängen. Rote Farbe s-förmig aufgetragen verstieße gegen das Rechtsfahrgebot (so der Fachdienstleiter Schomberg). Die Gesetze erlauben keine einfache Lösung.
Es zeichnet sich eine Verlegung des gesamten Weges um den östlichen Brückenfuß ab, um dann eine naturgemäß rechtwinkelige Querung der Gleise zu bekommen, die gefahrlos ist. Aber das dauert noch eine Weile. Bis dahin werden wir wohl immer mal wieder malen gehen, damit unsere Radtouristen keine unschönen Stürze erleben und Arnsberg keine unschönen Schlagzeilen.

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