Weltbienentag am Historischen Weinberg

Am Weltbienentag (20. Mai) stellte unser Europakandidat seine Haustiere vor. Jan Ovelgönne betreibt das schöne Hobby der Imkerei seit einigen Jahren in der Altstadt, und die Obsternte in AltArnsberg ist sicherlich besser geworden! Jeder Kasten beherbergt rund 40.000 Bienen, man kann es kaum glauben. Ein unablässiges Gebrumm umgibt die Stöcke, und wenn man nah ans Holz geht, hört man die Tiere im Inneren krabbeln, vieltausendfache Bein- und Flügelarbeit, die den sprichwörtlichen Bienenfleiß bezeugen.
Ein Löffel Honig ist etwa die Lebensleistung einer Biene! Ein solcher Arbeitsaufwand ist es für die kleinen Tiere, durch die Welt zu jetten und den Nektar der Blüten einzusammeln, nebenbei die Pflanzen zu bestäuben und mit der Beute nachhause zu fliegen. Schon auf dem Weg wird der Nektar mit Enzymen versetzt, in der speziellen „Honigblase“ (eine Art Kropf analog zu den Vögeln) konzentriert und Wasser entzogen. In der Honigblase kann auch Wasser transportiert werden. Der Honig wird in den Waben gelagert als Wintervorrat. Was den Tieren durch den Menschen entzogen wird, muss also durch Zuckerlösung ersetzt werden, sonst verhungert das Volk.
Das Insektensterben betrifft allerdings nicht die Honigbiene, die ähnlich wie ein Haushuhn domestiziert ist. Die Honigbiene hat allerdings ebenso wie die Wildbiene mit Pestiziden, besonders den Neonikotinoiden, zu kämpfen. Die Neonikotinoide greifen bei Insekten in das zentrale Nervensystem ein. Sie können Bienen derart schädigen, dass sie die Orientierung verlieren und nicht mehr zu ihrem Bienenstock zurück finden. Mehr dazu beim NABU…
Diese Nervengifte müssen weg! Die Europäische Union hat letztes Jahr endlich drei der schlimmsten Wirkstoffe verboten, die seit den 90er Jahren erst auf dem Markt sind. Allerdings bleiben diese Stoffe in Gewächshäusern erlaubt und es besteht weiterhin die Gefahr, dass die Stoffe über Gewässer oder ähnliches ausgewaschen werden. Das ist keine Lösung, das ist Problemverschleppung! Dafür braucht es starke GRÜNE in Brüssel! Die Verflechtungen des deutschen Bauernverbandes mit der handelnden Agrarpolitik müssen zerschlagen werden! Dazu hier der Link zur Reportage „Die Macht der Bauernlobby“, sehenswert.
Wer sich in das Thema Imkerei intensiver einarbeiten möchte, dem seien die Honigmacher empfohlen.
Hier der Artikel als Hörversion: Teil 1 und Teil 2

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