Wohnraum muss bezahlbar bleiben – feste Sozialwohnungsquote für Arnsberg!

Feste Quote für Sozialwohnungen!

In den letzten Wochen und abschließend im Rat wurde das „Handlungskonzept Zukunft Wohnen Arrnsberg“ beraten. Auf dieser Grundlage sollen die planerischen Vorgaben für Neubaugebiete der kommenden Jahre bearbeitet werden. Darin steht zum Beispiel, dass  „Arnsberg … einen höheren Anteil an Haushalten auf[weist], die Hilfe nach SGB XII (Sozialhilfe) oder SGB II (Grundsicherung für Arbeitssuchende) erhalten, als der übrige Hochsauerlandkreis. […] Ein geringeres Angebot an geförderten Wohnungen steht … in Arnsberg einer steigenden Zahl von Nachfragern gegenüber.“
Das ist seit Jahren ein zunehmendes Problem, dennoch wurde in der Verwaltungsvorlage keine feste Quote für Neubauten festgelegt, sondern nur eine allgemeine und schwammige Formulierung aufgenommen, dass die Schaffung von gefördertem Wohnraum „verstärkt“ werden soll.
Erst unsere Einwände gegen diese Unverbindlichkeit führte bei der Verwaltung zum Umdenken, bzw. Einlenken.
Natürlich ist ein frei wählbarer Sozialwohnungsanteil den BauherrInnen lieber, zumal die Fördermittel des Landes oft am Sauerland vorbeigehen, weil der Bedarf in den Großstädten noch drastischer ist.
Die Festlegung auf eine Sozialwohnungsquote von 20 % bei Mehrfamilienhäusern war das Ergebnis unserer Eingaben im Hauptausschuss und im Rat. Das ist eine wichtige Verbesserung gegenüber der Ursprungsvorlage. Andere Städte sind noch weiter gegangen; in Bonn z.B. haben die Grünen eine Quote von 40% beantragt und auch durchgesetzt. Wir denken aber, auch mit einer 20%-Quote wird der Trend zur Abnahme des sozialen Wohnraumes gestoppt und nachhaltig gegen gesteuert.

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