Zweigleisige Sanierung endlich gesichert

Auf zwei Gleisen fährt man besser

Auf zwei Gleisen fährt man besser – unser Reden!

Nach Monaten der zähen Verhandlungen und Gespräche auf allen Ebenen ist es endlich zu einer Lösung im Streit um die Tunnel der oberen Ruhrtalbahn gekommen. Der NWL (Nahverkehr Westfalen-Lippe) wird sich nun mit 15 Millionen Euro an der Sanierung beteiligen. Durch das Engagement des NWL wurde damit ein Rückbau der Infrastruktur auf der Hauptstrecke des Sauerland vermieden. Die zweigleisige Sanierung ist Grundvoraussetzung, damit sich der Aufwärtstrend bei Zugangebot und Nachfrage der letzten Jahre weiter fortsetzen kann. Allein durch den Ruhrtalradweg
hat sich der Bahntourismus in den letzten Jahren spürbar erhöht, und diese Entwicklung muss unbedingt unterstützt werden.
Die Eckpunkte der Vereinbarung zwischen Bahn und NWL:

  • Der NWL unterstützt mit max. 15 Millionen € die Erneuerung der beiden Tunnel
  • Die DB Netz AG wird die Sanierung „unter dem rollenden Rad“ (das heißt ohne Vollsperrung) umsetzen und selbst die allein dadurch entstehenden Mehrkosten von ca.12 Millionen Euro tragen.
  • Der NWL finanziert zusätzlich mit max. 2 Millionen € die Modernisierung des Stellwerkes Kalthof an der Strecke Iserlohn – Schwerte, um dort die Fahrzeit Richtung Dortmund um mehr als 5 Minuten zu verkürzen.
  • Der NWL wird in den nächsten Jahren schrittweise zusätzliche Leistungen im Sauerland Netz bestellen. Davon profitieren die Streckenabschnitte Schwerte – Iserlohn (Ausweitung des 30 Min.-Takts), Fröndenberg – Menden (Ausweitung der Abendverkehre) und Brilon Wald – Bestwig (Anschluss-optimierungen von/nach Willingen/Korbach/Marburg).

Die Sanierung der Tunnel wird ab frühestens 2021 im laufenden Bahnbetrieb erfolgen und voraussichtlich 18 – 24 Monate in Anspruch nehmen. Kostensteigerungen werden durch den NWL nicht gedeckt.

Wir GRÜNE begrüßen die Einigung außerordentlich, auch wenn wir das Verhalten der Bahn weiterhin kritisieren. Es ist Aufgabe des Unternehmens, seine Infrastruktur zu erhalten und nicht bei steigenden Fahrgastzahlen auch noch zurückzubauen. Nur durch die Hartnäckigkeit der regionalen Akteure von Parteien, Unternehmen und Verbänden, durch Intervention auf allen Ebenen und Druck von allen Seiten hat sich der Konzern letztendlich beweglich gezeigt.

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